Gürsching/Stenger, Bewertun... / V. Vermeidung der beschränkten Steuerpflicht
 

Rz. 36

Durch vor dem Erbfall oder der Zuwendung rechtzeitige Verlegung des Wohnsitzes ins Inland kann man die wesentlich höheren Freibeträge für unbeschränkt steuerpflichtige Erwerbe erreichen, ebenso durch Schenkung von Bargeld statt Inlandvermögen oder einem Geldvermächtnis (s. § 2 ErbStG Anm. 109).

 

Rz. 37

Die fiktive Zugewinnausgleichsforderung nach § 5 Abs. 1 ErbStG ist ebenso wie der reale Zugewinnausgleich nach § 1371 Abs. 2 BGB oder nach einem vergleichbaren ausländischen Recht steuerfrei, sofern Art. 15 EGBGB eingreift.

 

Rz. 38

Strittig ist derzeit nur die Höhe der Ausgleichsforderung, ob voll oder nur in der Höhe, die dem Anteil des Steuerwerts des der beschränkten Steuerpflicht unterliegenden Inlandsvermögens am Verkehrswert des gesamten Nachlasses entspricht. § 10 Abs. 6 ErbStG steht zumindest dem vollen Abzug nicht entgegen, weil es sich bei diesem Anspruch nicht um eine Last i.S. dieser Vorschrift handelt (s. § 10 ErbStG Anm. 177).

 

Rz. 39

Eine wichtige Sonderregelung enthält Art. 10 Abs. 4 i.V.m. Art. 5 Abs. 1 DBA-USA v. 3.12.1980für Ehegatten, wonach bei beschränkter Steuerpflicht in Deutschland bei Übergang des Inlandsvermögens die Hälfte des in Deutschland zu versteuerndes Vermögens (ausgenommen Gesamtgut eines Gemeinschaftsvermögens), höchstens aber der Freibetrag nach § 16 Abs. 1 ErbStG von der Besteuerung ausgenommen ist.

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