Gürsching/Stenger, Bewertun... / b) Grundsatz (Abs. 7 Satz 1)
 

Rz. 209

§ 13b Abs. 7 Satz 1 ErbStG regelt einen Rechenschritt auf dem Weg zur Ermittlung des begünstigten Vermögens, bei dem ein gewisser Anteil des schädlichen "Netto-Verwaltungsvermögens" i.S.d. § 13b Abs. 6 ErbStG noch dem begünstigten Vermögen zugeschlagen wird ("Kulanzpuffer"). Rechnerisch erfolgt dies, indem der gemeine Wert des "Netto-Verwaltungsvermögens" um 10 % des gemeinen Wertes des begünstigten Vermögens gekürzt wird. Unschädliches Verwaltungsvermögen entspricht 10 % des Werts des (Anteils) Betriebsvermögens. Der Wert des (Anteils) Betriebsvermögens ist zu kürzen um

  • den Nettowert des Verwaltungsvermögens (> Abschnitt 13b.25),
  • den Wert des jungen Verwaltungsvermögens und
  • den Wert der jungen Finanzmittel.
 

Rz. 210

Schematisch stellen sich die durchzuführenden Rechenschritte dar wie folgt:

 
  festgestellter Wert des (Anteils) Betriebsvermögens
./. Nettowert des Verwaltungsvermögens II.3.3
./. festgestellter Wert des jungen Verwaltungsvermögens
./. festgestellter Wert der jungen Finanzmittel
= Bemessungsgrundlage für das unschädliche Verwaltungsvermögen
   
  Nettowert des Verwaltungsvermögens II.3.3
./. 10 % × Bemessungsgrundlage für das unschädliche Verwaltungsvermögen II.4.1
= gekürzter Nettowert des Verwaltungsvermögens
 

Rz. 211

Das unschädliche Verwaltungsvermögen wird wie begünstigtes Vermögen behandelt.

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