Gürsching/Stenger, Bewertun... / Rechtsgrundlage für den ...
 

Rz. 118

Rechtsgrundlage für den Nachweis des niedrigeren gemeinen Werts ist bei unbebauten Grundstücken § 138 Abs. 4 BewG i.d.F. des Jahressteuergesetzes 2007. Für Bewertungsstichtage vor dem 1.1.2007 war Rechtsgrundlage § 145 Abs. 3 Satz 3 BewG. Für Bewertungsstichtage nach dem 31.12.2008 gilt § 198 BewG. Zunächst wurde davon ausgegangen, dass sich nur in Ausnahmefällen durch die in § 145 Abs. 3 BewG vorgeschriebene Grundstücksbewertung ein Wert ergeben kann, der über dem tatsächlichen Wert des Grundstücks liegt. Dennoch hat man zur Vermeidung einer Überbesteuerung bei der Erbschaft- und Schenkungsteuer sowie bei der Grunderwerbsteuer dem Steuerpflichtigen die Möglichkeit des Nachweises des niedrigeren gemeinen Werts eingeräumt.

Ein solcher Nachweis ist für den Grundstückseigentümer immer dann lohnend, wenn die wertmindernden Umstände nach Saldierung mit den werterhöhenden Merkmalen über den pauschalen Abschlag von 20 % des Bodenrichtwerts hinausgehen. Es hat sich gezeigt, dass der Nachweis des niedrigeren gemeinen Werts für Besteuerungszeitpunkte vor dem 1.1.2007 insbesondere dann lohnend ist, wenn Grundstücke übertragen werden, die in Regionen liegen, in denen die Bodenrichtwerte seit dem 1.1.1996 gefallen sind.

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