Gürsching/Stenger, Bewertun... / IV. Wirkung des Eintritts der Bedingung
 

Rz. 7

Tritt die Bedingung ein, so ändert sich die Vermögenslage ex nunc. Der von dem Eintritt der aufschiebenden Bedingung abhängige Vermögenserwerb wird nunmehr beim Erwerber berücksichtigt, und es werden die betreffenden Wirtschaftsgüter dem Erwerber steuerlich zugerechnet. Eine Berichtigung vorausgehender Steuerveranlagungen findet nicht statt. Bei der Erbschaftsteuer und der Grunderwerbsteuer entsteht die Steuer ohnehin erst mit dem Eintritt der Bedingung (§ 9 Abs. 1 Nr. 1a ErbStG, § 14 Nr. 1 GrEStG). Bei Grundstücken sind Zurechnungsfortschreibungen erforderlich.

 

Rz. 8

Ist ein bestimmter Zeitpunkt (z.B. der Hauptfeststellungszeitpunkt) maßgebend, so wird ein Wirtschaftsgut, dessen Erwerb vom Eintritt einer aufschiebenden Bedingung abhängt, nur dann dem Erwerber zugerechnet, wenn die Bedingung in diesem Zeitpunkt bereits eingetreten ist. Tritt die Bedingung erst nachher ein, so kann dies u.U. zu einer Fortschreibung oder Nachfeststellung eines Einheitswerts (§§ 22 und 23 BewG) führen.

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