Gürsching/Stenger, Bewertun... / ▸ Grundstücke
 

Rz. 449

Bebaute Grundstücke werden in der Steuerbilanz in zwei Wirtschaftsgüter aufgesplittet, und zwar in den Grund und Boden (nichtabnutzbares Wirtschaftsgut) und in das Gebäude (= abnutzbares Anlagegut). Die Steuerbilanzwerte waren im Hinblick auf die Sonderregelung des § 99 Abs. 1 BewG a.F. für die Vermögensaufstellung irrelevant (vgl. Anm. 401).

Bei der Wertermittlung des Betriebsvermögens für Zwecke der Erbschafts- und Schenkungsbesteuerung waren die Betriebsgrundstücke i.S.d. § 99 Abs. 1 Nr. 1 BewG a.F. mit dem Grundstückswert (§ 12 Abs. 3 ErbStG a.F. i.V.m. § 138 Abs. 3 BewG a.F.) und die Betriebsgrundstücke i.S.d. § 99 Abs. 1 Nr. 2 BewG a.F. mit dem land- und forstwirtschaftlichen Grundbesitzwert (§ 12 Abs. 3 ErbStG a.F. i.V.m. § 138 Abs. 2 BewG a.F.) anzusetzen (vgl. auch R 122 Nr. 1 und 2 ErbStR a.F.). Ungeachtet dessen konnten die mit den betreffenden Grundstücken in wirtschaftlichem Zusammenhang stehenden Verbindlichkeiten als Betriebsschulden mit ihrem Steuerbilanzwert abgezogen werden (siehe Stichwort "Verbindlichkeiten").

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