Gürsching/Stenger, Bewertun... / ▸ Anteile an Kapitalgesellschaften, die zu den Finanzanlagen gehören.
 

Rz. 423

Solche Anteile gehören zum nichtabnutzbaren Anlagevermögen. Sie waren und sind in der Steuerbilanz des Anteilseigners mit den Anschaffungskosten abzüglich einer etwaigen Teilwertabschreibung anzusetzen. Spätere offene oder verdeckte Einlagen führen zu einer Erhöhung der Anschaffungskosten (sog. nachträgliche Anschaffungskosten).

Die danach maßgeblichen Steuerbilanzwerte waren nicht in die Vermögensaufstellung zu übernehmen. Vielmehr waren Wertpapiere und Anteile an Kapitalgesellschaften mit dem nach § 11 Abs. 1 bis 3 BewG a.F. ermittelten Wert anzusetzen. Danach kam es darauf an, ob die Anteile an einer deutschen Börse zum amtlichen Handel zugelassen waren oder nicht. Ersterenfalls war der Börsenkurs, evtl. mit einem Paketzuschlag gem. § 11 Abs. 3 BewG a.F., anzusetzen. Im letzteren Fall war der gemeine Wert aus Verkäufen abzuleiten, die weniger als ein Jahr zurücklagen. Lagen solche Verkäufe nicht vor, so war der gemeine Wert nach dem sog. Stuttgarter Verfahren zu schätzen (§ 11 Abs. 2 Satz 2 BewG a.F.). Vgl. dazu auch R 122 Nr. 7 ErbStR a.F.

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