Gürsching/Stenger, Bewertun... / ▸ Abnutzbares Anlagevermögen (allgemein)
 

Rz. 422

Beim abnutzbaren Anlagevermögen war und ist zwischen Gebäuden und beweglichem Anlagevermögen zu unterscheiden. Bei Gebäuden (Betriebsgrundstücken) war der Grundstückswert (§ 138 Abs. 3 BewG a.F.) bzw. der Grundbesitzwert (§ 138 Abs. 2 BewG a.F.) anzusetzen (vgl. Stichwort "Grundstücke").

Beim beweglichen abnutzbaren Anlagevermögen war ohne Weiteres der jeweilige Steuerbilanzwert zu übernehmen. Entsprechendes galt aber auch für die Bodenschätze (siehe dortiges Stichwort). Das galt ohne Rücksicht darauf, welche Abschreibungsmethoden angewendet worden waren. Auch die in der Vergangenheit (vor dem 1.1.1993) vielfach zu Meinungsverschiedenheiten führende Ermittlung eines angemessenen Restwerts entfiel ab 1.1.1993. Andererseits blieb der Steuerpflichtige auch in den Fällen an die Steuerbilanzwerte gebunden, in denen er Abschreibungsmöglichkeiten bei der Ertragsbesteuerung, z.B. bei den geringwertigen Wirtschaftsgütern (§ 6 Abs. 2 EStG a.F.), nicht voll ausgenutzt hatte.

Zum abnutzbaren Anlagevermögen gehören auch die Betriebsvorrichtungen; wegen der Abgrenzung der Betriebsvorrichtungen von den Gebäuden vgl. § 68 BewG Anm. 25 ff.

Das ist nur ein Ausschnitt aus dem Produkt Steuer Office Gold. Sie wollen mehr? Dann testen Sie hier live & unverbindlich Steuer Office Gold 30 Minuten lang und lesen Sie den gesamten Artikel.


Meistgelesene beiträge