Gürsching/Stenger, Bewertun... / aa) Allgemeines
 

Rz. 27

Der Begriff: "Kapitalforderungen" ist weder im bürgerlichen Recht noch im Steuerrecht gesetzlich definiert. Unter "Kapitalforderungen" i.S. des § 12 BewG sind solche Forderungen zu verstehen, die auf Geld oder Geldeswert gerichtet sind.

 

Rz. 28

Zu den Kapitalforderungen gehören die folgenden Gegenstände:

  • Darlehensforderungen,
  • Spar- und Bankguthaben,
  • Lohn- und Gehaltsforderungen,
  • Geldforderungen aus Warenlieferungen und für Leistungen,
  • Geldforderungen aus Erbauseinandersetzungen und aus Pflichtteilsansprüchen,
  • Ansprüche auf Versicherungssummen, wenn der Versicherungsfall bereits eingetreten ist,
  • Ansprüche auf fällige Rentenversicherungen und auf Beitragsrückerstattungen.
  • Zinsforderungen, wenn der Anspruch auf Zinsen am maßgebenden Stichtag bereits entstanden ist. Der Umstand, dass die Zinsen erst nach dem Stichtag errechnet werden, schließt die Hinzurechnung zu den Kapitalforderungen nicht aus.
  • Kapitaleinlage des typischen stillen Gesellschafters. Der typische stille Gesellschafter ist mit einer Kapitaleinlage am Vermögen und Gewinn der Gesellschaft, ggf. auch am Verlust beteiligt (§ 232 HGB), jedoch nicht am Unternehmensrisiko. Trotz ihres gesellschaftsrechtlichen Charakters ist die typische stille Beteiligung für die Vermögensbesteuerung wie eine Kapitalforderung zu behandeln. Handelt es sich bei der stillen Beteiligung um eine Sacheinlage, so ist ein entsprechender Sachanspruch zu erfassen.
 

Rz. 29

Einstweilen frei.

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