Gürsching/Stenger, Bewertun... / 10. Baumschulbetriebe
 

Rz. 176

Der Anbau von Baumschulgewächsen ist grundsätzlich gärtnerische Nutzung, für deren Bewertung das vergleichende Verfahren anzuwenden ist (§§ 40 Abs. 2, 59 und 61 BewG). Baumschulbetriebe können aber je nach ihrer Gestaltung auch Gewerbebetriebe sein. Für die Abgrenzung der Land- und Forstwirtschaft vom Gewerbebetrieb gelten die vorstehend dargestellten Grundsätze.

 

Rz. 177

Baumschulbetriebe befassen sich auch mit der Aufzucht von "Kostpflanzen". Kostpflanzen sind Pflanzen, die der Baumschulbetrieb aus selbst hergestelltem Samen oder selbst gestellten Pflanzen in fremden Betrieben aufziehen lässt. Bei der Abgrenzung Land- und Forstwirtschaft/Gewerbe ist zu beachten, dass diese Kostpflanzen eigene und nicht fremde Erzeugnisse sind, wenn die in Kost gegebenen Sämereien oder Pflanzen in der Verfügungsgewalt des Baumschulbetriebs bleiben und der Betrieb, der die Aufzucht durchführt, eine Rücklieferungsverpflichtung gegenüber dem Baumschulbetrieb hat. Voraussetzung ist jedoch bei der Hingabe von Pflanzen, dass der Kostgeber die hingegebenen Pflanzen im eigenen Betrieb der Land- und Forstwirtschaft erzeugt hat.

 

Rz. 178– 180

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