Gürsching/Stenger, Bewertun... / c) Übrige Grundstücksarten
 

Rz. 291

Bei den übrigen Grundstücksarten (Mietwohngrundstücke, gemischt genutzte Grundstücke, Geschäftsgrundstücke) ist ein Zuschlag nach § 82 Abs. 2 Nr. 1 BewG erst dann zu machen, wenn die gesamt Grundstücksfläche mehr als das Fünffache der bebauten Fläche beträgt. Zur bebauten Fläche i.S. von § 82 Abs. 2 Nr. 1 BewG gehört die gesamte vom Gebäude bedeckte Fläche. Einzubeziehen sind dabei auch untergeordnete Bauteile (z.B. Kellerschacht, Kellereingang, Eingangspodest oder Terrassenanlagen, soweit diese mit dem Gebäude eine bauliche Einheit bilden). Dagegen stellen Flächen für den Vorgarten, die vorgeschriebenen befestigten PKW-Stellflächen bzw. ein ausreichender Hofbereich keine derartig bebauten Flächen dar, die den Zuschlag nach § 82 Abs. 2 Nr. 1 BewG entfallen lassen können.

 

Rz. 292

Das Vorgesagte gilt entsprechend für die Vornahme von Zuschlägen bei Eigentumswohnungen. Bei diesen kann eine Erhöhung des Vielfachen der Jahresrohmiete wegen der Größe der Grundstücksfläche in Betracht kommen, wenn der Anteil eines Wohnungseigentümers an der gemeinschaftlichen Grundstücksfläche mehr als das Fünffache seines Anteils an der bebauten Fläche beträgt. Die auf das einzelne Wohnungseigentum entfallende bebaute Fläche und die anteilige Grundstücksfläche sind dabei in der Weise zu ermitteln, dass sowohl die bebaute Fläche als auch die gesamte Grundstücksfläche entsprechend den im Grundbuch eingetragenen Miteigentumsanteilen aufzuteilen sind. Der Zuschlag für die Überfläche wird durch Vergleich der beiden anteilig auf das einzelne Wohnungseigentum entfallenden Flächen (bebaute Fläche/anteilige Gesamtfläche) ermittelt.

 

Rz. 293–295

Einstweilen frei.

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