Gürsching/Stenger, Bewertun... / bb) Ermittlung des Abschlags in Fortschreibungsfällen
 

Rz. 182

 

(1) Beispiel 1

Das Gebäude eines Mietwohngrundstücks in einer Gemeinde mit mehr als 500 000 Einwohnern ist im Jahre 1895 errichtet worden. Es handelt sich um einen Massivbau. Die Jahresrohmiete beträgt 10 000 EUR. Das Gebäude musste im Jahre 1988 abgerissen werden, d.h. die Höhe des Abschlags bemisst sich nach der Zeit vom 1.1.1964 bis zum Zeitpunkt des Abbruchs im Jahr 1988.

Der Gesamtwert berechnet sich wie folgt:

 
  EUR
Grundstückswert 10 000 EUR × 5,4 (Vervielfältiger gem. Anlage 8 BewRGr) 54 000,00
Bodenwertanteil 10 000 EUR × 1,82 (Bodenwertanteil gem. Anlage 8 BewRGr) 18 200,00
⇔ Gebäudewertanteil 35 800,00
Abschlag 20 % (gem. Anlage 9 BewRGr) 7 160,00
Restgebäudewert 28 640,00
Bodenwertanteil (s. oben) 18 200,00

Ermäßigter Grundstückswert

Gerundet, § 30 BewG

46 840,00

46 800,00
 

Rz. 183

 

(2) Beispiel 2

Das Gebäude eines Mietwohngrundstücks in einer Gemeinde mit mehr als 500 000 Einwohnern ist im Jahre 1949 als Nachkriegsbau errichtet worden. Es handelt sich um einen Massivbau. Die Jahresrohmiete beträgt 10 000 EUR. Das Gebäude musste im Jahre 2004 abgerissen werden, d.h. Die Höhe des Abschlags bemisst sich nach der Zeit vom 1.1.1964 bis zum Zeitpunkt des Abbruchs.

Der Gesamtwert berechnet sich wie folgt:

 
  EUR
Grundstückswert 10 000 EUR × 5,4 (Vervielfältiger gem. Anlage 8 BewRGr) 54 000,00
Bodenwertanteil 10 000 EUR × 1,82 (Bodenwertanteil gem. Anlage 8 BewRGr) 18 200,00
⇔ Gebäudewertanteil 35 800,00
Abschlag 10 % (gem. Ergänzungstabelle zu Anlage 9 BewRGr) 3 580,00
Restgebäudewert 32 220,00
Bodenwertanteil (s. oben) 18 200,00

Ermäßigter Grundstückswert

Gerundet, § 30 BewG

50 420,00

50 400,00
 

Rz. 184–190

Einstweilen frei.

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