Gürsching/Stenger, Bewertun... / III. Normalbestand bei Feststellung ab dem 1.1.1996
 

Rz. 18

Für Einheitswertfeststellungen ab dem 1.1.1996 hat sich die Rechtslage geändert. Der Gesetzgeber hat durch die Erweiterung des Betrachtungszeitraumes auf die Ernten der letzten fünf Jahre eine praxisgerechte Regelung getroffen und dabei insbesondere berücksichtigt, dass bei ausbauenden Betrieben der Wein einer längeren Kellerbehandlung bedarf. Mit der Erweiterung des Normalbestandes an Weinvorräten auf die Ernten der letzten fünf Jahre vor dem Feststellungszeitpunkt werden die zur gesicherten Fortführung des Betriebes erforderlichen Weinvorräte im land- und forstwirtschaftlichen Vermögen und nicht als Überbestand im übrigen Vermögen erfasst.

 

Rz. 19

Die Neufassung beinhaltet darüber hinaus auch insoweit eine wesentliche Verbesserung, als auch die Weinvorräte der letzten fünf Jahre zu den umlaufenden Betriebsmitteln gehören, die bereits in Flaschen abgefüllt sind. Auch diese Regelung trägt dem Umstand Rechnung, dass bei ausbauenden Betrieben der Wein bis zum Abschluss des Reifeprozesses zum normalen Bestand eines land- und forstwirtschaftlichen Betriebes gehört.

 

Rz. 20

Bewertungsstichtag für die umlaufenden Betriebsmittel ist nach § 35 Abs. 2 BewG das Ende des Wirtschaftsjahres, das dem Feststellungszeitpunkt vorausgegangen ist. Das kann sowohl der für land- und forstwirtschaftliche Betriebe allgemein geltenden 30. Juni des Vorjahres als auch jeder andere Abschlussstichtag vor dem Feststellungszeitpunkt sein. Da Feststellungszeitpunkt jeweils der 1. Januar des Jahres ist, ist damit auch der Abschlussstichtag eines Wirtschaftsjahres zum 31. Dezember eingeschlossen.

 

Rz. 21–23

Einstweilen frei.

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