Gürsching/Stenger, Bewertun... / II. Abgrenzung Hochwald, Mittelwald und Niederwald
 

Rz. 13

§ 55 BewG enthält keine Abgrenzung der verschiedenen Waldarten. Die Begriffe Hochwald, Mittelwald und Niederwald werden zwar genannt und unterschiedlich bewertet, eine gesetzliche Definition ist der Vorschrift jedoch nicht zu entnehmen. Hier muss daher ergänzend auf die Regelungen in den BewRL zurückgegriffen werden. Siehe dazu auch die Anm. 33 bis 38.

 

Rz. 14

Zum Nutzungsteil Hochwald (vgl. dazu auch Anm. 34) gehören der Altersklassenwald, der sich aus gleichaltrigen oder annähernd gleichaltrigen Beständen zusammensetzt, die flächenweise nach in der Regel zwanzigjährigen Altersspannen zu Altersklassen zusammengefasst werden. Ebenfalls zum Hochwald gehört der Plenterwald. Hierunter versteht man ein Waldgebiet, in dem ungleichaltrige und ungleichstarke Stämme stamm- und gruppenweise gemischt sind und ihrem Holzvorrat entsprechend in Vorratsklassen eingereiht werden können.

 

Rz. 15

Alle Bestände des Nutzungsteils Hochwald, die bei regelmäßiger Bewirtschaftung eine nachhaltige Nutzungsmöglichkeit von mehr als einem Erntefestmeter mit Rinde je Jahr und Hektar ausweisen, sind Wirtschaftswald. Liegt die nachhaltige Nutzungsmöglichkeit dagegen unter dieser Ertragserwartung, so handelt es sich regelmäßig um Nichtwirtschaftswald. Derartige Besonderheiten kommen z.B. bei Almwaldungen oder Krüppelwaldungen vor.

 

Rz. 16

Der Nutzungsteil Mittelwald (vgl. dazu auch Anm. 37) umfasst alle Bestände, die aus einer oberen, vorwiegend aus Kernwüchsen bestehende Schicht verschiedener Alters- und Stärkeklassen und aus einer unteren, im Niederwaldbetrieb bewirtschafteten Schicht aus Stockausschlag aufgebaut sind. Zum Nutzungsteil Niederwald (vgl. dazu auch Anm. 38) gehören demgegenüber Laubholzbestände, die in Umtriebszeiten von 30 Jahren bewirtschaftet werden und sich durch Stockausschläge verjüngen.

 

Rz. 17–19

Einstweilen frei.

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