Gürsching/Stenger, Bewertun... / f) Hinzurechnungen für gesondert anzusetzende Wirtschaftsgüter
 

Rz. 45

Die Hinzurechnungen nach § 202 Abs. 1 Nr. 1 Buchst. f BewG sollen eine Doppelerfassung von den Wirtschaftsgütern vermeiden, deren gemeiner Wert bereits nach § 200 Abs. 2 bis 4 BewG neben dem Ertragswert eigenständig angesetzt wird. Dabei ist zu beachten, dass nach § 200 Abs. 2 und Abs. 4 BewG nicht nur die Wirtschaftsgüter, sondern auch die damit im wirtschaftlichen Zusammenhang stehenden Schulden eigenständig anzusetzen sind.

 

Rz. 46

Dagegen unterbleibt bei den nach § 200 Abs. 3 BewG anzusetzenden Beteiligungen ein Ansatz von Schulden neben dem Ertragswert. Dementsprechend müssen die Hinzurechnungen zum Ausgangswert differenziert erfolgen.

 

Rz. 47

Deshalb muss bei den nach § 200 Abs. 3 BewG anzusetzenden Beteiligungen insbesondere eine Hinzurechnung von Finanzierungsaufwendungen unterbleiben, weil diese Aufwendungen den Ausgangswert des Unternehmens zutreffend gemindert haben. Eine Doppelberücksichtigung der Finanzierungsverbindlichkeit tritt nicht ein, weil die Verbindlichkeit nicht neben dem Ertragswert anzusetzen ist.

 

Rz. 48

Sofern Beteiligungen an anderen Gesellschaften dagegen zum nicht betriebsnotwendigen Vermögen gehören, sind auch die Aufwendungen, die auf diese Beteiligungen entfallen, hinzuzurechnen.

 

Rz. 49–52

Einstweilen frei.

Das ist nur ein Ausschnitt aus dem Produkt Steuer Office Gold. Sie wollen mehr? Dann testen Sie hier live & unverbindlich Steuer Office Gold 30 Minuten lang und lesen Sie den gesamten Artikel.


Meistgelesene beiträge