Gürsching/Stenger, Bewertun... / 4. Umfang des nicht betriebsnotwendigen Vermögens
 

Rz. 41

In der Praxis können zum nicht betriebsnotwendigen Vermögen verschiedene Arten von Wirtschaftsgütern gehören. Dies ist in Abhängigkeit vom jeweiligen Unternehmenszweck unterschiedlich. R B 200 Abs. 2 ErbStR 2011 enthält eine beispielhafte Aufzählung von Wirtschaftsgütern, die zum nicht betriebsnotwendigen Vermögen gehören können. Danach sind insbesondere

  • Grundstücke,
  • Gebäude,
  • Kunstgegenstände,
  • Beteiligungen,
  • Wertpapiere oder auch
  • Geldbestände

als Wirtschaftsgüter des nicht betriebsnotwendigen Vermögens denkbar.

 

Rz. 42

Konkrete Anhaltspunkte, in welchen Fällen Geldbestände zum nicht betriebsnotwendigen Vermögen gehören, sind in den ErbStR 2011 nicht aufgeführt. Dies ist verständlich, weil dies lediglich unter Berücksichtigung der jeweiligen Umstände des Einzelfalls entschieden werden kann. Benötigt ein Unternehmen beispielsweise ständig hohe liquide Mittel, um kurzfristige Entscheidungen im Marktgeschehen treffen zu können, dürften auch höhere Geldbestände zum betriebsnotwendigen Vermögen gehören. In diesem Fall wäre ein gesonderter Ansatz der Geldbestände neben dem Produkt aus Jahresertrag und Kapitalisierungsfaktor nicht erforderlich.

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