Gürsching/Stenger, Bewertun... / 2. Korrektur des Bodenrichtwertes
 

Rz. 23

Wenn in der Bodenrichtwertkarte eine Geschossflächenzahl für die betreffende Bodenrichtwertzone angegeben ist und das betreffende Grundstück eine andere Geschossflächenzahl aufweist, ist der Bodenrichtwert nach einem bestimmten Koeffizienten umzurechnen. Wenn der Gutachterausschuss entsprechende Werte vorgibt, sind diese anzuwenden.

 

Rz. 24

Hat der Gutachterausschuss die Umrechnungskoeffizienten aus erschließungsbeitragsfreien Grundstücken abgeleitet, müssen die Werte der erschließungsbeitragspflichtigen Grundstücke zuerst auf den Wert der erschließungsbeitragsfreien Grundstücke heruntergerechnet werden.

 

Rz. 25

In H B 179.2 ErbStH 2011 sind Umrechnungskoeffizienten angegeben, die aber nur dann herangezogen werden dürfen, wenn die Gutachterausschüsse keine eigenen Werte vorgeben.

 

Rz. 26

Eine Korrektur der Bodenrichtwerte ist auch in folgenden Fällen nach Auffassung der Finanzverwaltung zulässig:

  • Abweichende Grundstücksgröße (R B 179.2 Abs. 3 ErbStR 2011)
  • Abweichende Grundstückstiefe (R B 179.2 Abs. 4 ErbStR 2011)
  • Abweichender Entwicklungsstand (R B 179.2 Abs. 5 ErbStR 2011)
 

Rz. 27

Andere wertbeeinflussende Faktoren, wie Lärm-, Staub-, oder Geruchsbelästigung, eine ungünstige Lage oder Altlasten, werden nicht berücksichtigt. (R B 179.2 Abs. 2 bis 8 ErbStR 2011). Sie spielen beim Nachweis eines geringeneren gemeinen Wertes aber eine Rolle (§ 198 BewG).

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