Gürsching/Stenger, Bewertun... / I. Begriffe im Zusammenhang mit Gebäuden auf fremdem Grund und Boden
 

Rz. 9

Mit der Einführung des § 148a BewG sind die bewertungsrechtlich maßgebenden Voraussetzungen hinsichtlich des Vorliegens eines Gebäudes auf fremdem Grund und Boden bzw. eines belasteten Grundstücks nicht geändert worden. Insb. wurde keine gesetzliche Definition des Begriffs "Gebäude auf fremdem Grund und Boden" getroffen. Somit ergeben sich aufgrund des Jahressteuergesetzes 2007 keine Änderungen gegenüber der früheren rechtlichen Beurteilung.

Nach Abschn. 64 Abs. 2 der gleich lautenden Ländererlasse v. 2.4.2007 liegt ein Gebäude auf fremdem Grund und Boden vor, wenn ein anderer als der Eigentümer des Grund und Bodens darauf ein Gebäude errichtet hat und ihm das Gebäude steuerlich zuzurechnen ist. Werden auf einem Grundstück nur Betriebsvorrichtungen (§ 68 Abs. 2 Nr. 2 BewG) oder Außenanlagen errichtet, ist das Grundstück als unbebaut anzusehen und nach § 145 Abs. 3 BewG zu bewerten. Die Betriebsvorrichtungen werden i.d.R. dem Betriebsvermögen des jeweiligen Eigentümers zugerechnet. Bei den Außenanlagen kommt es darauf an, ob es sich um Grundstücksbestandteile oder um Scheinbestandteile eines anderen Eigentümers handelt; dies ist ausschließlich nach bürgerlichem Recht zu entscheiden. Sind die Außenanlagen dem Grundstückseigentümer zuzurechnen, bleiben sie bei der Wertermittlung außer Ansatz. Handelt es sich dagegen um Scheinbestandteile, sind sie bei dem Eigentümer mit dem gemeinen Wert im Besteuerungszeitpunkt anzusetzen.

 

Rz. 10–14

Einstweilen frei.

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