Gürsching/Stenger, Bewertun... / h) Besamungsstation
 

Rz. 275

Gegenstand der Bewertung ist die Besamungsstation. Ihre Aufgabe ist die Vatertierhaltung zur Gewinnung von Sperma für die künstliche Besamung. Zum Bewertungsgegenstand Besamungsstation gehört auch der Embryotransfer bei landwirtschaftlichen Nutztieren, soweit damit eine landwirtschaftliche Tierhaltung verbunden ist.

 

Rz. 276

Eine Besamungsstation bildet nur dann einen Betrieb der Land- und Forstwirtschaft, wenn der nach dem Futterbedarf in Vieheinheiten umgerechnete Bestand an Tieren die Grenzen des § 51 Abs. 1 BewG nicht nachhaltig übersteigt. Sie ist auch dann als Betrieb der Land- und Forstwirtschaft zu bewerten, wenn sie als gemeinschaftliche Tierhaltung betrieben wird und die Voraussetzungen des § 51a BewG erfüllt.

 

Rz. 277

Der Nutzungseinheit Besamungsstation sind neben den Flächen für die Tierhaltung einschließlich der Hof- und Gebäudeflächen, Wirtschaftswege und dergleichen auch die Wirtschaftsgebäude, die Tierbestände und die sonstigen Betriebsmittel zuzurechnen.

 

Rz. 278

Die Bewertung erfolgt mit dem Ersatzvergleichswert nach § 125 Abs. 7 Nr. 2 Buchst. i BewG. Er beträgt 20 % der nachhaltigen Jahreseinnahmen der Besamungsstation. Für die Ermittlung der nachhaltigen Jahreseinnahmen bieten die bisher erzielten tatsächlichen durchschnittlichen Jahreseinnahmen eine wichtige Beurteilungsgrundlage. Sie sind deshalb möglichst aus den Einnahmen der letzten drei Jahre vor dem Stichtag herzuleiten. Dabei ist eine am Stichtag erkennbare Tendenz der Einnahmeentwicklung zu berücksichtigen. Ab- oder Zurechnungen für abweichende Ertragsbedingungen kommen bei der Besamungsstation nicht in Betracht.

 

Rz. 279

Unter Beachtung der vorstehenden Grundsätze sind zum 1.1.1991 die nachhaltigen Jahreseinnahmen unter Berücksichtigung der Einnahmen des zweiten Halbjahrs 1990 und der mengenmäßigen Umsätze in den drei vorangegangenen Wirtschaftsjahren zu schätzen. Für nachfolgende Stichtage, bei denen nicht ausschließlich Jahreseinnahmen in DM angesetzt werden können, ist entsprechend zu verfahren.

 

Rz. 280

Als Einnahmen sind neben den Einnahmen aus Besamungen, jedoch ohne den Anteil der Einnahmen, der auf die Vergütung für Tierärzte oder Besamungstechniker entfällt, auch die Einnahmen aus Samenverkäufen, aus laufenden Beträgen und Einnahmen im Rahmen des Embryotransfers anzusetzen.

 

Rz. 281–283

Einstweilen frei.

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