Gürsching/Stenger, Bewertun... / b) Nutzungsteil Obstbau
 

Rz. 198

Die Fläche des Nutzungsteils Obstbau umfasst die intensiv obstbaulich genutzten Flächen einschließlich derjenigen Flächenanteile, die den Pflanzenbeständen nicht unmittelbar als Standraum dienen, wie Zwischenflächen, Vorgewende und dergleichen. Zum intensiven Obstbau zählen alle Obstbaumbestände marktgängiger Obstsorten, die nach einem System angepflanzt sind. Ebenso zählen dazu alle Anlagen von Strauchbeerenobst und Erdbeeren.

 

Rz. 199

Nicht zum Nutzungsteil Obstbau gehören dagegen Streupflanzungen, der Obstbau an Straßen- und Wegrändern, Mischpflanzen von Kern- und Steinobst mit unterschiedlicher Baumform, Walnuss- oder Quittenanlagen sowie Bagatellfälle. In diesen Fällen gehört der Boden zur landwirtschaftlichen Nutzung. Die Pflanzen werden nicht bewertet.

 

Rz. 200

Der Ersatzvergleichswert ergibt sich durch Multiplikation der nach § 125 Abs. 6 Nr. 3b ermittelten Obstbauvergleichszahlen (OVZ) des Nutzungsteils mit dem gesetzlichen Ertragswert des § 40 Abs. 2 BewG und der Division durch 100. Dieser Wert ist entsprechend § 40 Abs. 5 BewG um 60 Prozent zu vermindern. Es ist jedoch mindestens ein Hektarwert von 1 200 DM anzusetzen.

 

Rz. 201–203

Einstweilen frei.

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