Gürsching/Stenger, Bewertun... / ee) Zusammenrechnung bei einer Unterbeteiligung
 

Rz. 671

Eine atypische Unterbeteiligung an dem Stammanteil einer GmbH ist nicht deshalb ohne Einfluss auf die Geschäftsführung der GmbH, weil nach dem Unterbeteiligungsverhältnis nur der Hauptbeteiligte die Gesellschaftsrechte gegenüber der GmbH ausüben kann. Im Streitfall war gegenüber der Gesellschaft der Hauptbeteiligte allein berechtigt und verpflichtet. Im Innenverhältnis zwischen dem Hauptbeteiligten und dem Unterbeteiligten war die Unterbeteiligung als atypische ausgestaltet (unmittelbare vermögens- und ertragsmäßige Beteiligung an der Gesellschaft, Anteil am Liquidationserlös). Infolge dieser unternehmerischen Unterbeteiligung waren die 17 % Anteile dem Unterbeteiligten zuzurechnen. Die Frage, ob diese Unterbeteiligung Einfluss auf die Geschäftsführung gewähre, hat der BFH bejaht, weil die Rechte aus der Gesamtbeteiligung von 59,5 % einheitlich durch den Hauptbeteiligten wahrgenommen werden und dadurch der Unterbeteiligte stets an der Einflussnahme einer Beteiligung i.H. von 59,5 % teilnimmt.

Entsprechendes gilt, wenn sich bei der Übertragung einer Beteiligung unter Nießbrauchsvorbehalt der Vorbehalts-Nießbraucher die Ausübung des Stimmrechts vorbehalten hat.

 

Rz. 672–673

Einstweilen frei.

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