Gürsching/Stenger, Bewertun... / 5. Problematik der Streubreite
 

Rz. 285

Die Ergebnisse der Wertermittlung weisen bei der Unternehmensbewertung grundsätzlich regelmäßig eine große Streubreite auf, weil das jeweilige Unternehmen hinsichtlich der Chancen und Risiken prognostizierend eingeschätzt werden muss. Diese sich aus der Natur der Sache her ergebende Schwierigkeit besteht erst recht bei jeder vereinfachten Wertermittlungsmethode. Dennoch müssen die Bewertungsergebnisse bereits aus der Systematik der Bewertungsmethode den gemeinen Wert mit einer erforderlichen Verlässlichkeit abbilden. Dazu führt das BVerfG in Rz. 122 seines Beschlusses vom 7.11.2006 aus:

„Die Unterschiede können eine große Spannbreite erreichen (vgl. z.B. Spitzbart, aaO, S. 82; Rödder, DB 1993, S. 2137 [2139]). Konkrete Feststellungen zu deren genauem Ausmaß sind dem Senat nach den Stellungnahmen der Beteiligten des Ausgangsverfahrens, der Äußerungsberechtigten und der sachkundigen Dritten sowie der Auswertung des Schrifttums zwar nicht möglich. Doch auch ohne empirisch ermittelte Datenbasis lässt sich der Umstand, dass die Bewertung mit Steuerbilanzwerten zu völlig uneinheitlichen Abweichungen der Steuerwerte vom gemeinen Wert führen muss, bereits aus den in der Systematik angelegten, je nach den Besonderheiten des einzelnen Betriebs und seiner Bilanzierung alternierenden Auswirkungen des Steuerbilanzwerts mit der erforderlichen Verlässlichkeit ableiten (vgl. BVerfGE 110, 94 [116 ff.]).

 

Rz. 286–287

Einstweilen frei.

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