Gesonderte und einheitliche... / 1.8 Zeile 7

In Zeile 7 sind in- und ausländische Gewinne nach § 8b Abs. 2 KStG einzutragen, die mit der Beteiligung in Zusammenhang stehen. Es handelt sich insbesondere um Veräußerungsgewinne, aber auch um Beträge aus einer Kapitalherabsetzung oder Liquidation. Ebenfalls zu erfassen ist ein Übernahmegewinn nach § 12 Abs. 2 Satz 2 UmwStG, soweit dieser dem Anteil der übernehmenden Körperschaft an der übertragenden Körperschaft entspricht; dieser Fall kann eintreten, wenn die Personengesellschaft Organträger der übernehmenden Körperschaft ist. Ebenfalls einzutragen ist der entsprechende Übernahmegewinn nach § 4 Abs. 7 UmwStG (Differenz zwischen Buchwert der Beteiligung und übergehendem Vermögen) bei der Umwandlung einer Körperschaft auf die Personengesellschaft. Weiterhin zu erfassen sind Vermögensmehrungen i. S. d. § 8b Abs. 2 KStG aus entliehenen Anteilen, die unter § 8b Abs. 10 KStG fallen.

Ebenfalls erfasst werden Gewinne aus der Veräußerung von Anteilen an einer ausländischen Zwischengesellschaft, die nach § 3 Nr. 41 Buchst. b EStG steuerfrei sind, soweit im laufenden Wirtschaftsjahr und in den vorangegangenen 7 Wirtschaftsjahren Hinzurechnungsbeträge nach § 10 AStG zu versteuern waren. Einzutragen sind auch Veräußerungsgewinne nach § 15 Abs. 1a EStG aus einer Beteiligung, wenn eine SE oder SCE ihren Sitz von Deutschland in einen anderen EU-Staat verlegt hat.

Soweit die Vermögensmehrungen in einem Veräußerungsgewinn nach § 16 EStG oder einem Übernahmegewinn nach § 12 Abs. 2, § 4 Abs. 7 UmwStG enthalten sind, hat die Eintragung nicht hier, sondern bei Werten aus der Gesamthandsbilanz in Zeile 4 der Anlage FE-K 2, bei Werten aus der Sonderbilanz in Zeile 12 der Anlage FE-K 2, bei Werten aus der Ergänzungsbilanz in Zeile 22 der Anlage FE-K 2 zu erfolgen.

Nicht erfasst werden Gewinne aus der Veräußerung einer Beteiligung an einem REIT. Diese Veräußerungsgewinne sind nach § 19 Abs. 3, 5 REITG immer steuerpflichtig. Eine Steuerfreistellung bei ausreichender ausländischer Vorbelastung, wie bei Gewinnausschüttungen eines REIT, gibt es für Veräußerungsgewinne nicht.

Der Betrag ist in Zeile 12 der Anlage B einzutragen, geht von dort über Zeile 21 der Anlage B in Zeile 44a des Vordrucks KSt 1 A ein und wird dort bei der Einkommensermittlung gekürzt. Handelt es sich bei dem Anteilseigner um eine Organgesellschaft der Personengesellschaft oder wird der Gewinn von einer Organgesellschaft der Personengesellschaft erzielt, ist über die Steuerfreistellung erst auf der Ebene des Organträgers, d.h. des Gesellschafters der Personengesellschaft, zu entscheiden. Es gelten die Ausführungen zu Zeile 6 entsprechend. Der Betrag aus Zeile 12 der Anlage B ist daher in Zeile 15 der Anlage OT zu übernehmen.

Da Veräußerungsgewinne und ähnliche Vermögensmehrungen unabhängig von der Beteiligungshöhe nach § 8b Abs. 2 KStG steuerfrei sind, sind insoweit keine ergänzenden Angaben in Anlage FE-K 4 zu machen.

Nicht abzugsfähige Betriebsausgaben zu diesen Einkünften sind nicht gesondert zu erfassen, da nach § 8b Abs. 3 Satz 1 KStG eine Pauschalregelung gilt.

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