Flick/Wassermeyer/Baumhoff/... / (2) Wiederverkaufspreismethode
 

Rz. 2455

Wiederverkaufspreismethode. Die Wiederverkaufspreismethode (Anm. 676 ff.) ist hauptsächlich bei Lieferungen an eine als Eigenhändlerin zu qualifizierende Vertriebsgesellschaft anzuwenden, welche die von nahestehenden Unternehmen erworbenen Güter an nicht nahestehende Abnehmer weiter veräußert (vgl. Anm. 677). Eine solche Konstellation stellt in Bezug auf immaterielle Wirtschaftsgüter jedoch den Ausnahmefall dar. Allenfalls ist denkbar, dass eine Rechteverwertungsgesellschaft immaterielle Wirtschaftsgüter eines Konzerns einlizenziert oder erwirbt und diese dann zentral verwertet, z.B. durch Auslizenzierung oder Verkauf. Wenn also eine solche Rechteverwertungsgesellschaft ein immaterielles Wirtschaftsgut im Wege der Unterlizenz an einen fremden Dritten weitergibt, kann mithilfe der Wiederverkaufspreismethode die Angemessenheit der Hauptlizenz anhand der Höhe der Unterlizenz abgeleitet werden. Die Rolle der Rechteverwertungsgesellschaft beschränkt sich in diesem Fall allerdings auf die einer Lizenzvermittlerin, die eine Dienstleistung in Form einer Vermittlungsleistung erbringt. Üblicherweise ist diese (konzerninterne) Dienstleistung nach der Kostenaufschlagsmethode (vgl. Anm. 1789) abzurechnen.

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