Flexible Arbeitszeit / Lohnsteuer

1 Flexi- oder Gleitzeitkonten

Mit sog. Flexi- oder Gleitzeitkonten können werktägliche oder wöchentliche Arbeitszeiten flexibel gestaltet oder betriebliche Produktions- bzw. Arbeitszeitzyklen ausgeglichen werden. Sie sind steuerlich unbedeutend und dienen lediglich dazu, Mehr- oder Minderarbeitszeiten anzusammeln, um diese zu einem späteren Zeitpunkt wieder auszugleichen.

Zuflusszeitpunkt des Arbeitslohns

Der Arbeitslohn ist mit Auszahlung bzw. Erlangung anderweitiger wirtschaftlicher Verfügungsmacht des Arbeitnehmers zugeflossen und zu versteuern.

2 Zeitwertkonten

Eine Sonderform des Arbeitszeitkontos sind sog. Zeitwertkonten. Sie dienen insbesondere der Ermöglichung längerer Freistellungen des Arbeitnehmers. Der steuerrechtliche Begriff "Zeitwertkonto" entspricht insoweit dem sozialversicherungsrechtlichen Begriff der Wertguthabenvereinbarungen i. S. v. § 7b SGB IV – sog. Lebensarbeitszeit- bzw. Arbeitszeitkonto.[1]

Zuflusszeitpunkt des Arbeitslohns

Bei einer solchen Vereinbarung wird erst die Auszahlung des Guthabens während der Freistellung der Besteuerung unterworfen. Es wird davon ausgegangen, dass der Arbeitnehmer allein durch die interne Gutschrift auf dem Zeitwertkonto noch keine wirtschaftliche Verfügungsmacht über die dem Zeitwertkonto zugeführten Beträge erlangt und somit kein Zufluss von Arbeitslohn vorliegt.[2]

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