Dötsch/Pung/Möhlenbrock (D/... / 9.4.3.4.4 Vorteilsgewährung an Schwestergesellschaften der Organgesellschaft (sog Dreiecksfälle)
 

Tz. 780

Stand: EL 87 – ET: 08/2016

Gewährt eine Kap-Ges (TG 1) ihrer SchwGes (TG 2) mit gesellschaftsrechtlicher Veranlassung einen geldwerten Vorteil, wird nach der BFH-Rspr (s Urt des BFH v 20.08.1986, BStBl II 1987, 455; s Beschl des GrS des BFH v 26.10.1987, BStBl II 1988, 348, mwNachw) dieser Vorteil über die gemeinsame MG "umgeleitet". Es wird in einem ersten Schritt eine vGA der den Vorteil gewährenden TG 1 an die gemeinsame MG und in einem zweiten Schritt die Weiterleitung des Vorteils von der MG an die durch den Vorteil begünstigte TG 2 angenommen, wobei zu prüfen ist, ob die Weiterreichung des Vorteils einlagefähig ist.

 

Tz. 781

Stand: EL 87 – ET: 08/2016

Liegt ein einlagefähiger Vorteil (Bsp: abnutzbares WG) vor, legt der OT den im ersten Schritt über die vGA erhaltenen Vorteil, der stlich als Vorabgewinnabführung zu werten ist, in die SchwGes der OG verdeckt ein (s § 8 Abs 3 KStG Teil D Tz 1822). Nach hM (Nachw s Tz 726) erhöht sich durch die verdeckte Einlage der Bw der Beteiligung an der SchwGes. Dem ist uE zuzustimmen, wenn die SchwGes nicht ebenfalls eine OG des OT ist. Andernfalls muss die SchwGes den ihr vom OT gewährten Vorteil sogleich wieder über den GAV zurückzahlen und es kommt uE nicht zur Aufstockung des Bw (s Tz 729ff).

 

Tz. 782

Stand: EL 87 – ET: 08/2016

Liegt ein einlagefähiger Vorteil nicht vor (Bsp: Zinsloses Darlehen), ist von einem aufwandswirksamen Vorteilsverbrauch beim OT auszugehen. Aus Konzernsicht wirkt sich die Vorteilsgewährung wegen gegenläufiger Korrekturen nicht einkommenswirksam aus.

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