Beratungsbefugnis der Lohns... / 1 Aktuelle Entwicklung der Beratungstätigkeit

Die Rahmenbedingungen für die Beratungstätigkeit der Lohnsteuerhilfevereine haben sich durch verschiedene Gesetzesänderungen in den letzten Jahren verbessert. So wurde unter bestimmten Voraussetzungen eine Tätigkeit der Lohnsteuerhilfevereine bei Einnahmen aus selbstständiger Tätigkeit i. S. v. § 18 EStG zugelassen und den Lohnsteuerhilfevereinen, als den berufenen Vertretern der Arbeitnehmer, die Hilfeleistung bei der Erledigung von Arbeitgeberaufgaben zugewiesen.

Lohnsteuerhilfevereine sind zur Beratung bei Einnahmen aus nebenberuflichen Tätigkeiten im gemeinnützigen, mildtätigen oder kirchlichen Bereich befugt. Damit sollen ehrenamtliche Tätigkeiten gefördert werden.

Bezüglich der Einnahmen aus Kapitalvermögen gilt ab dem VZ 2009 die nachfolgend dargestellte Sonderregelung aufgrund der Einführung der Abgeltungsteuer ab dem 1.1.2009.

Die Reform der Rechtsberatung und das Rechtsdienstleistungsgesetz (RDG) haben den Vereinen eine Erweiterung ihrer Befugnisse beschert. Abgesehen von der redaktionellen Verweisänderung bzgl. der Arbeitgeberaufgaben im Zusammenhang mit Kinderbetreuungskosten erfolgte die bisher letzte Änderung der Beratungsbefugnis durch das Jahressteuergesetz 2010: Es brachte insoweit eine Klarstellung, als bei Einnahmen aus privaten Veräußerungsgeschäften unmittelbar im Gesetz festgelegt wird, dass für die Beurteilung der Beratungsbefugnis der Lohnsteuerhilfevereine nicht auf die Einnahmen, sondern auf den Gewinn abzustellen ist, wobei Verluste unberücksichtigt bleiben.

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