Bedarfsbewertung: Erklärung zur Feststellung des Bedarfswerts für Stichtage ab dem 7.6.2013

Zusammenfassung

Ab dem 1.1.2009 ist das Bewertungsgesetz in vielen Bereichen neu geregelt worden. Zukünftig sind grundsätzlich alle Vermögensarten mit dem gemeinen Wert anzusetzen. Ein Bedarfswert wird benötigt und dementsprechend gesondert festgestellt für

  • Grundbesitzwerte,
  • den Wert des Anteils am Betriebsvermögen von Personengesellschaften,
  • den Wert von nicht notierten Anteilen an Kapitalgesellschaften,
  • den Wert des Betriebsvermögens bei Gewerbetreibenden,
  • den Wert des Betriebsvermögens bei freiberuflich Tätigen,
  • den Wert von anderen Vermögensgegenständen und von Schulden,

die mehreren Personen zustehen.

Voraussetzung ist jedoch, dass die Werte für die Erbschaftsteuer, für die Schenkungsteuer oder auch für eine andere Feststellung von Bedeutung sind.

1. Erläuterungen zum Formular

1.1 Zeilen 1 bis 4

In den Zeilen 1 bis 4 ist die jeweilige Vermögensart anzukreuzen:

  • unbebaute Grundstücke bzw. ein Gewerbebetrieb/Vermögen freiberuflich Tätiger oder den Anteil daran (Zeile 2);
  • bebaute Grundstücke bzw. Wert nicht notierter Anteilen an Kapitalgesellschaften (Zeile 3);
  • Betrieb der Land- und Forstwirtschaft bzw. Vermögen i. S. d. § 151 Abs. 1 Satz 1 Nr. 4 BewG (Zeile 4).

1.2 Bewertungsstichtag (Zeile 5)

In Zeile 5 ist der Bewertungsstichtag anzugeben. I. d. R. wird der Bewertungsstichtag schon vom Finanzamt eingetragen sein.

Beim Erbfall ist dies der Todestag des Erblassers, bei einer Schenkung der Zeitpunkt der Ausführung der Schenkung. Die Schenkung eines Grundstücks ist ausgeführt, wenn die Vertragsparteien die für die Eintragung der Rechtsänderung in das Grundbuch erforderliche Erklärung in gehöriger Form abgegeben haben und der Beschenkte aufgrund dieser Erklärungen in der Lage ist, beim Grundbuchamt die Eintragung der Rechtsänderung zu bewirken. Daher richtet sich der Zeitpunkt der Grundstücksschenkung danach, wann die Auflassung sowie die Eintragungsbewilligung vorliegen.

1.3 Person des Eigentümers bzw. Voreigentümers (Zeilen 6 bis 12)

In den Zeilen 6 bis 12 sind Angaben zur Person des Eigentümers bzw. Voreigentümers zu machen.

In den Zeilen 7 und 8 sind Name und Vorname bzw. die Firma (bei einer Personengesellschaft oder Kapitalgesellschaft) und in Zeile 9 das Geburtsdatum einzutragen.

In Zeile 10 ist das Wohnsitzfinanzamt bzw. Betriebsfinanzamt aufzuführen und in Zeile 11 die Steuernummer und oder die Identifikationsnummer.

In die Zeile 12 gehört der übertragene Anteil in Prozent oder als Bruch (Zähler und Nenner).

1.4 Bekanntgabe des Feststellungsbescheids (Zeilen 13 bis 18)

In den Zeilen 13 bis 18 ist anzugeben, an wen die Bekanntgabe des Feststellungsbescheids erfolgen soll.

 

Hinweis

Wurde ein Empfangsbevollmächtigter bestimmt, dann richtet sich die Einspruchs- und Klagebefugnis nach dem Umfang der erteilten Vollmacht.

1.5 Beigefügte Anlagen (Zeilen 19 bis 24)

In den Zeilen 20 bis 23 ist jeweils die Anzahl der beigefügten Anlagen anzugeben:

  • Anlage Grundstück sowie ggf. die Einlageblätter bzw. Ausstattungsbogen (Zeile 20),
  • Anlage für den Betrieb der Land- und Forstwirtschaft sowie ggf. Anlage Sondernutzungen (Zeile 21),
  • Anlage Betriebsvermögen und Anlage zur Ermittlung des Substanzwerts sowie ggf. Anlage vereinfachtes Ertragswertverfahren (Zeile 22),
  • Anlage zur gesonderten Feststellung des Vermögens von Gemeinschaften i. S. d. § 151 Abs. 1 Satz 1 Nr. 4 BewG (Zeile 22).

1.6 Unterschrift (Zeilen 25 bis 29)

Die Feststellungserklärung ist in Zeilen 25 bis 28 zu unterschreiben. Für Geschäftsunfähige oder beschränkt Geschäftsfähige sowie nicht natürliche Personen muss die Feststellungserklärung durch den jeweiligen gesetzlichen Vertreter unterschreiben werden.

 

Hinweis

Zur Wirksamkeit der Empfangsvollmacht ist die Unterschrift der Beteiligten erforderlich, die einen Empfangsbevollmächtigten bestellen.

1.7 Angaben zum Erwerber bzw. Beteiligten am Besteuerungsverfahren (Zeilen 30 bis 42)

Schenkung und Erbfälle mit einem Alleinerben (Zeilen 31 bis 37)

In den Zeilen 32 bis 37 ist der jeweilige Erwerber bzw. Beteiligte aufzuführen

Zeilen 32 bis 36 erfassen die Anschrift und das Geburtsdatum. In die Zeile 37 sind die Steuernummer und oder die Identifikationsnummer einzutragen.

Erbengemeinschaften (Zeilen 38 bis 39)

Sofern die jeweilige wirtschaftliche Einheit einer Erbengemeinschaft zuzurechnen ist, ist die Erbengemeinschaft in Vertretung der Miterben in die Zeilen 38 bis 39 einzutragen.

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