Archiv Brief für GmbH-GF/-Gesellschafter zum Jahreswechsel 2017/2018

Kurzbeschreibung

Der Brief für GmbH-GF/-Gesellschafter fasst für diese Zielgruppe wesentliche, Änderungen im Steuer- und Wirtschaftsrecht zum Jahreswechsel 2017/2018 zusammen.

Vorbemerkung

Die Weitergabe der Mandanteninformationen, z. B. per E-Mail oder als Brief, an Ihre Mandanten ist zulässig, die Weitergabe an Dritte außerhalb Ihrer Mandantschaft ist hingegen nicht zulässig. Ebenso zulässig ist die Veröffentlichung, z. B. als HTML-Dokument oder als PDF-Datei, im geschützten Bereich des Internetauftritts Ihrer Kanzlei. Aus urheberrechtlichen Gründen ist eine Veröffentlichung z. B. in sozialen Netzwerken oder auf Internet-Homepages im öffentlich zugänglichen Bereich nicht gestattet.

GmbH-GF/-Gesellschafter-Brief zum Jahreswechsel 2017/2018

[Anrede]

Sehr geehrte Damen und Herren,

[Einführung – Standard]

dieser Brief möchte Sie über wesentliche, vollzogene oder geplante Änderungen im Steuer- und Wirtschaftsrecht zum Jahreswechsel 2017/2018 informieren und Ihnen Anlass bieten, auch bestehende Sachverhalte zu überprüfen. Bitte lesen Sie im Einzelnen:

Inhalt

1. Lieferscheine: Wegfall der Aufbewahrungspflicht
2. Aufzeichnungspflichten für GWG: Wertgrenze erhöht
3. Lohnsteuer-Anmeldungen: Anhebung der Betragsgrenze bei quartalsweiser Abgabe
4. Lohnsteuerpauschalierung: Erhöhter Grenzwert beim Tageslohn
5. Umsatzsteuer: Für Kleinbetragsrechnungen gilt eine höhere Wertgrenze
6. Immobilienverwalter und Makler müssen künftig Fortbildung nachweisen
7. Sozialversicherung: Die voraussichtlichen Werte für 2018
8. Investmentfonds: Besteuerung ändert sich ab 2018 grundlegend
9. Künstlersozialversicherung: Abgabesatz sinkt
10. Sachbezugswerte: Die voraussichtlichen Werte für 2018
11. Kassensysteme: Technische Sicherheitsmaßnahmen
12. Kassensysteme: Neue Prüfungsmöglichkeiten für Finanzämter
13. Kassensysteme: Höhere Bußgelder bei Verstößen
14. Kassensysteme: Kassensicherungsverordnung regelt Detailfragen
15. Betriebliche Altersvorsorge: Mehr Arbeitnehmer sollen Anspruch darauf haben
16. Grenze für geringwertige Wirtschaftsgüter erhöht sich
17. Rechteüberlassungen: Maßnahmen gegen schädliche Steuerpraktiken
18. Steuerbefreiung für Wagniskapital erweitert
19. Sanierungsgewinne: Gesetzliche Regelung statt Sanierungserlass
20. Steuerumgehungsbekämpfung: Weniger Bankgeheimnis, mehr Kontenabrufe
21. Datenschutz-Grundverordnung: Diese Schritte sollten Steuerberatungskanzleien jetzt einleiten
  1. Lieferscheine: Wegfall der Aufbewahrungspflicht

    Lieferscheine müssen nicht mehr aufbewahrt werden, wenn eine Rechnung vorliegt.

    Das ändert sich ab 1.1.2017

    Für zugegangene Lieferscheine endet die Aufbewahrungsfrist künftig bereits mit dem Erhalt der Rechnung.

    Gleiches gilt für abgesandte Lieferscheine. Deren Aufbewahrungszeit läuft mit dem Versand der Rechnung ab. Dies gilt ausnahmsweise nicht, wenn Lieferscheine im Einzelfall als Buchungsbelege herangezogen werden.

  2. Aufzeichnungspflichten für GWG: Wertgrenze erhöht

    Für sofort abgeschriebene geringwertige Wirtschaftsgüter (GWG) gibt es eine Erleichterung bei den Aufzeichnungspflichten.

    Das ändert sich ab 1.1.2018

    Künftig sind Aufzeichnungen nur noch erforderlich, wenn der Wert des Wirtschaftsguts 250 EUR übersteigt. Bisher galt eine Wertgrenze von 150 EUR.

    An den Aufzeichnungspflichten selbst ändert sich inhaltlich nichts.

  3. Lohnsteuer-Anmeldungen: Anhebung der Betragsgrenze bei quartalsweiser Abgabe

    Arbeitnehmer, die quartalsweise eine Lohnsteuer-Anmeldung abgeben müssen, profitieren von der Anhebung der Betragsgrenze. Entlastet wird aber auch die Finanzverwaltung.

    Das ändert sich ab 1.1.2017

    Lohnsteueranmeldungen waren bisher quartalsweise abzugeben, wenn die abzuführende Lohnsteuer mehr als 1.080 EUR, aber nicht mehr als 4.000 EUR beträgt. Dieser letztgenannte Betrag erhöht sich ab 2017 auf 5.000 EUR.

  4. Lohnsteuerpauschalierung: Erhöhter Grenzwert beim Tageslohn

    Durch die Erhöhung des Mindestlohns auf 8,84 EUR musste der Grenzwert des Tageslohns für die Lohnsteuerpauschalierung angepasst werden.

    Das ändert sich ab 1.1.2017

    Für kurzfristig Beschäftigte kam es zu einer Erhöhung der Pauschalierungsgrenze. Anstelle eines durchschnittlichen Tageslohns i. H. v. 68 EUR wird ab 2017 ein Wert mit 72 EUR gelten.

  5. Umsatzsteuer: Für Kleinbetragsrechnungen gilt eine höhere Wertgrenze

    Für die Praxis von großer Relevanz ist die Anhebung der umsatzsteuerlichen Wertgrenze für Kleinbetragsrechnungen.

    Das ändert sich ab 1.1.2017

    Diese Wertgrenze steigt von 150 EUR auf 250 EUR an.

    Diese Anpassung war längst überfällig und ist vor allem bei der Abrechnung von kleinen, häufig vorkommenden Barumsätzen von Vorteil, insbesondere im Handel mit Waren des täglichen Bedarfs.

  6. Immobilienverwalter und Makler müssen künftig Fortbildung nachweisen

    Für Immobilienverwalter werden erstmals eine Zulassungspflicht und weitere Voraussetzungen eingeführt. Auf Immobilienmakler kommt zusätzlich zur bereits bestehenden Zulassungspflicht eine Fortbildungspflicht zu.

    Das ändert sich

    Für gewerbliche Verwalter von Wohnimmobilien wird erstmals eine Erlaubnispflicht eingeführt. Bislang mussten sie die Aufnahme ihrer Tä...

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