Literaturauswertung EStG/KS... / 3.13 § 32a KStG (Erlass, Aufhebung oder Änderung von Steuerbescheiden bei verdeckter Gewinnausschüttung oder verdeckter Einlage)

• 2013

Formelle Korrespondenz

 

Reichweite und Grenzen der formellen Korrespondenz nach § 32a KStG sind nicht geklärt. § 32a KStG gestattet keine Folgeänderungen zum Nachteil des Steuerpflichtigen bezogen auf Bescheide, die bei Inkrafttreten der Vorschrift bereits festsetzungsverjährt waren. Gleiches gilt auch bei einer Anwendung des § 32a KStG zu Lasten des Steuerpflichtigen in solchen Fällen, in denen es trotz Feststellung einer verdeckten Gewinnausschüttung oder einer verdeckten Einlage nicht zu einer Änderung des Steuer- oder Feststellungsbescheids auf der Ausgangsseite kommt. Betroffen hiervon sind auch die Fälle, in denen ohne Erlass, Aufhebung oder Änderung eines Bescheids die Steuerforderung gegen die Körperschaft bzw. den Gesellschafter nur zur Insolvenztabelle festgestellt oder angemeldet wird. Auch kommt es bei grenzüberschreitenden Sachverhalten nicht zu einer für den Steuerpflichtigen nachteiligen Anwendung des § 32a KStG, wenn auf der Ausgangsseite der Bescheid hinsichtlich der Berücksichtigung von verdeckten Gewinnausschüttungen oder verdeckten Einlagen nur seitens einer ausländischen Behörde erlassen, aufgehoben oder geändert wird.

(so Stöber, Verdeckte Gewinnausschüttungen/Einlagen: Grenzen der formellen Korrespondenz nach § 32a KStG bei der Besteuerung von Körperschaften und Anteilseignern, FR 2013, 448)

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