Literaturauswertung AO/FGO/... / 8.1 § 15 AStG (Steuerpflicht von Stiftern, Bezugsberechtigten und Anfallsberechtigten)

• 2013

Familienstiftungen

 

Nach § 15 Abs. 1 AStG sind Vermögen und Einkommen einer Familienstiftung, die Geschäftsleitung und Sitz außerhalb des Geltungsbereichs des AStG hat, dem Stifter, sofern er unbeschränkt steuerpflichtig ist, sonst den unbeschränkt steuerpflichtigen Personen, die bezugs- oder anfallberechtigt sind, entsprechend ihrem jeweiligen Anteil zuzurechnen. Familienstiftungen unterliegen nach § 1 Abs. 1 Nr. 4 bzw. Nr. 5 KStG der KSt. Von daher gilt, sofern die Voraussetzungen vorliegen, bei Beteiligungseinkünften von ausländischen Familienstiftungen § 8b Abs. 1 KStG. Es stellt sich nun die Frage, ob auch natürliche Personen – maßgebend im Rahmen von § 15 Abs. 1 AStG ist das Einkommen – in den Genuss der Steuerbefreiung nach § 8b Abs. 1 KStG gelangen. Dies ist – entgegen der Verwaltungspraxis - entsprechend dem eindeutigen Wortlaut der gesetzlichen Regelung zu bejahen.

(so Winter/Heppe, Zum Willen des Steuergesetzgebers bei ausländischen Familienstiftungen, BB 2013, 2775)

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