Literaturauswertung AO/FGO/... / 4.2 § 1a UStG (Innergemeinschaftlicher Erwerb)

• 2018

Wegfall der in Abschn. 1a.2 Abs. 14 UStAE enthaltenen Vereinfachungsregelung / Pommes-Erlass / § 1a UStG

 

Nach dem BMF-Schreiben vom 23.4.2018, BStBl I 2018, 638 entfällt die in Abschn. 1a.2 Abs. 14 UStAE enthaltene Vereinfachungsregelung ab dem 1.1.2019. Dieser "Pommes-Erlass" ermöglichte es unter bestimmten Voraussetzungen Lieferanten, inländischen Kunden Warenlieferungen mit deutscher USt zu berechnen, obwohl die Waren aus dem EU-Ausland im Rahmen der Lieferung ins Inland befördert oder versandt wurden. Nach Abschaffung der Vereinfachungsregelung müssen diese eine steuerfreie innergemeinschaftliche Lieferung in dem jeweiligen Abgangsland erklären. Der Abnehmer verwirklicht in Deutschland dann einen innergemeinschaftlichen Erwerb. Vor diesem Hintergrund sollten die entsprechenden Lieferbeziehungen überprüft werden. Ein irrtümlicher Steuerausweis kann beim Lieferanten zur Steuerschuld nach § 14c UStG und beim Abnehmer zur Versagung des Vorsteuerabzugs führen. Die einzelnen Geschäftsmodelle sollten überdacht werden. Für ausländische Lieferanten kann es sich anbieten, ein inländisches Lager zu unterhalten. Auch kann die Lieferkette verlängert werden mit der Folge einer ruhenden Lieferung im Reihengeschäft an den deutschen Abnehmer. Auch kann die Lieferbeziehung im Sinne eines innergemeinschaftlichen Erwerbs umgestaltet werden.

(so Höink, "Pommes-Erlass" entfällt zum 1.1.2019 - Betroffene Lieferanten, aber auch Kunden in Deutschland müssen Umstellung prüfen - Änderung der Verwaltungsauffassung mit BMF-Schreiben vom 23.4.2018, BB 2018, 1763)

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