Reuber, Die Besteuerung der... / 5. Überlassung von Tennisschlägern durch den Verein
 

Tz. 23

Stand: EL 117 – ET: 06/2020

Werden im Zusammenhang mit der Vermietung von Sportstätten und Betriebsvorrichtungen auch bewegliche Gegenstände (z. B. Tennisschläger) überlassen, stellt die entgeltliche Überlassung dieser Gegenstände ein Hilfsgeschäft dar, das das steuerliche Schicksal der Hauptleistung teilt (s. BFH vom 30.03.2000, BStBl II 2000, 705).

Bei der separaten Überlassung von Sportgeräten bestimmt sich die Zweckbetriebseigenschaft danach, ob die Sportgeräte Mitgliedern oder Nichtmitgliedern des Tennisvereins überlassen werden (s. AEAO zu § 67a AO TZ 14, Anhang 2)

 

Tz. 24

Stand: EL 117 – ET: 06/2020

Das Entgelt aus der separaten Überlassung von Sportgeräten an Mitglieder ist dem Zweckbetrieb "Sport" zuzuordnen und für Zwecke der Umsatzsteuer mit 7 % (s. § 12 Abs. 2 Nr. 8 Buchst. a UStG, Anhang 5) zu versteuern. Entgelte, die für die separate Überlassung von Sportgeräten von Nichtmitgliedern vereinnahmt werden, sind im steuerpflichtigen wirtschaftlichen Geschäftsbetrieb zu erfassen. Für Zwecke der Umsatzsteuer sind die Entgelte mit 19 % (s. § 12 Abs. 1 UStG, Anhang 5) zu versteuern.

Umsatzsteuerlich können die Entgelte aus der separaten Überlassung von Sportgeräten somit

  • steuerfrei sein, wenn die Überlassung der Tennisschläger im Rahmen des Sportunterrichts/-kursen erfolgt (s. § 4 Nr. 22 Buchst. a UStG, Anhang 5);
  • steuerpflichtig mit 7 % sein, wenn die Überlassung der Tennisschläger im Rahmen der Vermietung der Tennishalle/-plätze an die Mitglieder kurzfristig erfolgt;
  • steuerpflichtig mit 19 % sein, wenn die Überlassung der Tennisschläger im Rahmen der Vermietung der Tennishalle/-plätze kurzfristig an Nichtmitglieder erfolgt.

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