Reuber, Die Besteuerung der... / 3.1 Ertragsteuerliche Behandlung
 

Tz. 19

Stand: EL 117 – ET: 06/2020

Die Einnahmen aus sportlichen Veranstaltungen können auch dann einem Zweckbetrieb zugeordnet werden, wenn an den sportlichen Veranstaltungen (hier: dem Sportunterricht) sowohl unbezahlte wie auch bezahlte Sportler teilnehmen. Voraussetzung ist, dass die Zweckbetriebsfreigrenze von 45 000 EUR (§ 67a Abs. 1 AO, Anhang 1b) nicht überschritten wird.

Wird diese Freigrenze von 45 000 EUR überschritten und wurde von dem Optionsrecht keinen Gebrauch gemacht (s. § 67a Abs. 2 und 3 AO, Anhang 1b), müssen die Einnahmen aus derartigen sportlichen Veranstaltungen (Teilnahme von nichtbezahlten und bezahlten Sportlern) im steuerpflichtigen wirtschaftlichen Geschäftsbetrieb (s. §§ 14, 64, 65 AO, Anhang 1b) erfasst werden. In diesem Tätigkeitsbereich ist aber dann ebenfalls die Besteuerungsfreigrenze i. H. v. 35 000 EUR (s. § 64 Abs. 3 AO, Anhang 1b) überschritten. Es kann sich Ertragsteuerpflicht ergeben, wenn nach Saldierung der Betriebseinnahmen mit den Betriebsausgaben ein Gewinn von > 5 000 EUR erzielt wurde.

Hat der Tennisverein aber das Optionsrecht ausgeübt (s. § 67a Abs. 2 und 3 AO, Anhang 1b), sind Einnahmen aus Veranstaltungen (Eintrittsgelder Sportunterricht/-kurse) mit unbezahlten Sportlern im Zweckbetrieb Sport zu erfassen. Nimmt aber an sportlichen Veranstaltungen mit Eintrittsgeld, dem Sportunterricht/-kurs nur ein bezahlter Sportler teil, sind die Einnahmen dem wirtschaftlichen Geschäftsbetrieb mit partieller Steuerpflicht zuzuordnen.

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