Reuber, Die Besteuerung der... / 3.3 Übergangsregelungen bis Ende 2014
 

Tz. 105

Stand: EL 115 – ET: 03/2020

Für Arbeitnehmer, die am 31.12.2012 in der "alten" Gleitzone mit einem regelmäßigen monatlichen Arbeitsentgelt von 400,01 EUR bis 450 EUR versicherungspflichtig beschäftigt waren, gilt die "alte" Gleitzonenformel bis Ende 2014. Voraussetzung hierfür ist, dass das regelmäßige Arbeitsentgelt 450 EUR nicht überschreitet.

Die Gleitzonenformel in Übergangsfällen für 2013 lautete:

Beitragspflichtige Einnahmen (Gleitzonenentgelt) = 1,2395 × Arbeitsentgelt ./. 191,60 EUR

Wendet man diese Formel an, ist bei einem Arbeitsentgelt von 650 EUR das Gleitzonenentgelt wie folgt zu berechnen:

 
1,2395 × 650 EUR = 805,68 EUR
./. 191,60 EUR = 614,08 EUR

Vorsorglich kann zur Prüfung der Korrektheit der vereinfachten Formel das Gleitzonenentgelt noch einmal nach der gesetzlich vorgeschriebenen Gesamtformel ermittelt werden. Für 2013 ist folgende Berechnung vorzunehmen:

 
0,7605 × 400 EUR = 304,20 EUR
+ (2 ./. F) = 1,2395
× 250 EUR = 309,88 EUR
304,20 EUR + 309,88 EUR = 614,08 EUR

Für Arbeitnehmer, die am 31.12.2012 ein Arbeitsentgelt zwischen 800,01 EUR und 850 EUR erzielt haben, gilt bei einer unveränderten Beschäftigung die neue Gleitzone allerdings nur dann, wenn der Arbeitnehmer dies gegenüber dem Arbeitgeber erklärt. Ansonsten sind weiterhin Beiträge (längstens bis zum 31.12.2014) aus dem tatsächlichen Entgelt zu berechnen.

Soweit Umlagen U1 (= Erstattung von Krankengeld) und U2 (= Erstattung von Mutterschaftsleistungen) sowie die Insolvenzumlage zu entrichten sind, werden diese ebenfalls von dem der Beitragsberechnung des Arbeitnehmers zugrunde liegenden Gleitzonenentgelt berechnet. Der Beitragszuschlag (0,25 %) in der Pflegeversicherung für Kinderlose ist ebenfalls zu entrichten. Dies gilt auch für den Zusatzbeitrag zum Zahnersatz in der Krankenversicherung i. H. v. 0,9 % (s. Tz. 109).

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