Reuber, Die Besteuerung der... / 1. Allgemeines
 

Tz. 6

Stand: EL 115 – ET: 03/2020

Hauptberuflich tätige Arbeitnehmer eines Vereins oder Verbands, die entgeltlich beschäftigt werden (z. B. Geschäftsführer, Verwaltungsangestellte, Übungsleiter usw.), unterliegen grundsätzlich der Sozialversicherungspflicht, soweit jedenfalls die Vergütung die Beitragsbemessungsgrenzen in der Kranken- und Pflegeversicherung einerseits (Versicherungspflichtgrenze) und in der Renten- und Arbeitslosenversicherung andererseits nicht überschreitet. Übersteigt die Vergütung die Versicherungspflichtgrenze oder Jahresarbeitsentgeltgrenze der gesetzlichen Krankenversicherung (zu unterscheiden von der Beitragsbemessungsgrenze für die Renten- und Arbeitslosenversicherung ), tritt Versicherungsfreiheit ein, so dass wahlweise eine freiwillige (Weiter-)Versicherung im gesetzlichen Krankenversicherungssystem oder eine private Krankenversicherung erfolgen kann, im Einzelnen s. Tz. 8 sowie Übersicht in Tz. 97 ff.

 

Tz. 6a

Stand: EL 115 – ET: 03/2020

Neu ab 01.01.2020 ist ein monatlicher Freibetrag von aktuell 159,25 EUR für Betriebsrenten. Nur Betriebsrenten über der Freibetragsgrenze werden anteilig mit dem bei der jeweiligen Krankenkasse geltenden Beitragssatz verbeitragt. Der Freibetrag kommt also allen Betriebsrentnern zugute. Vor 2020 gab es eine Freigrenze in Höhe von 155,75 EUR. Betriebsrenten bis zu dieser Summe blieben beitragsfrei. Wer mehr Betriebsrente bekam, musste auf die komplette Summe den Krankenkassenbeitrag zahlen. Von dem Freibetrag sollen auch Betriebsrentner profitieren, die schon Rente beziehen oder deren Kapitalauszahlung weniger als zehn Jahre zurückliegt. Der Freibetrag ist an die sozialversicherungsrechtliche Bezugsgröße gekoppelt und verändert sich wie die durchschnittliche Lohnentwicklung. Für die Beiträge zur Pflegeversicherung gilt weiterhin die Freigrenze.

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