Reuber, Die Besteuerung der Vereine, Skatsport

Stand: EL 98 – ET: 11/2015

Skatsport ist nicht gemeinnützig, weil überwiegend die Geselligkeit im Vordergrund steht. Es ist aber nicht auszuschließen, dass, ebenso wie beim Schach­sport, der Skatsport als Denksport anerkannt wird.

Führt ein Skatclub ständig Skatwettspiele durch und werden von den Mitgliedern Einsatzgelder zur Deckung der Kosten und zur Auszahlung von Preisen vereinnahmt, sind die gesamten Einnahmen umsatzsteuerpflichtig (s. RFH-Urteil vom 10.02.1933, RStBl 1933 S. 1212).

Der Skatsport wurde auch nicht durch das seit 01.01.1990 gültige Vereinsförderungsgesetz als steuerbegünstigt (gemeinnützigen Zwecken dienend) anerkannt. Der Anwendungserlass zum Vereinsförderungsgesetz nennt zum einen das fehlende Kriterium "Förderung der Allgemeinheit" und zum anderen das fehlende Element des Sports "körperliche Ertüchtigung". M.E. steht die Anweisung der Verwaltung im Widerspruch zum Schachsport, den der Gesetzgeber als Sport behandelt haben wissen will (seit dem Veranlagungszeitraum 2007 s. § 52 Abs. 2 Nr. 21 AO, Anhang 2). Ferner s. AEAO zu § 52 AO TZ 9, Anhang 2.

Das FG Schleswig-Holstein, Urteil vom 23.10.1998, AZ: II 809/95 hat entschieden, dass Skatsport nicht steuerbegünstigt (gemeinnützig) ist, weil es an dem Merkmal Förderung der Allgemeinheit mangelt. Mit BFH-Urteil vom 17.02.2000, BFH/NV 2000 S. 1071 hat dieser entschieden, dass das Skatspiel nicht unter den Begriff des Sports fällt und somit die Voraussetzungen des § 52 Abs. 2 Nr. 2 AO a. F. nicht erfüllt sind. Der Skatsport ist weder als Förderung des traditionellen Brauchtums noch als Sport anzusehen; seit dem Veranlagungszeitraum 2007 s. § 52 Abs. 2 Nr. 21, 23 AO, Anhang 2.

Der Skatsport wurde auch durch das seit dem Veranlagungszeitraum 2007 gültige "Gesetz zur weiteren Förderung des bürgerlichen Engagements" (s. BGBl 2007 Teil I S. 2332 vom 15.10.2007) nicht als steuerbegünstigten (gemeinnützigen) dienenden Zwecken anerkannt.

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