Reuber, Die Besteuerung der... / 5. Reisenebenkosten
 

Rz. 64

Stand: EL 104 – ET: 09/2017

Reisenebenkosten können, wenn sie durch eine so gut wie ausschließlich betrieblich/beruflich veranlasste Auswärtstätigkeit entstehen,

  • in tatsächlicher Höhe als Betriebsausgaben/Werbungskosten abgezogen werden,
  • soweit sie nicht dem Arbeitnehmer vom Arbeitgeber nach § 3 Nr. 16 EStG (Anhang 10) steuerfrei erstattet werden.
 

Rz. 65

Stand: EL 104 – ET: 09/2017

Reisenebenkosten sind die tatsächlichen Aufwendungen z. B. für

  • Beförderung und Aufbewahrung von Gepäck,
  • Ferngespräche und Schriftverkehr beruflichen Inhalts mit dem Arbeitgeber oder dessen Geschäftspartner,
  • Straßenbenutzung und Parkplatz sowie
  • Schadensersatzleistungen infolge von Verkehrsunfällen, wenn die jeweils damit verbundenen Fahrtkosten als Reisekosten anzusetzen sind (s. R 9.9 Abs. 1 LStR).
 

Rz. 66

Stand: EL 104 – ET: 09/2017

Keine Reisenebenkosten sind die Aufwendungen z. B. für

  • private Ferngespräche, Massagen, Minibar oder Pay-TV,
  • Ordnungs-, Verwarnungs- und Bußgelder, die auf einer Auswärtstätigkeit verhängt werden,
  • Verlust von Geld oder Schmuck,
  • Anschaffungskosten für Bekleidung, Koffer oder andere Reiseausrüstungsgegenstände, weil sie nur mittelbar mit einer Auswärtstätigkeit zusammenhängen.
 

Rz. 67

Stand: EL 104 – ET: 09/2017

Der Arbeitnehmer hat seinem Arbeitgeber Unterlagen vorzulegen, aus denen die tatsächlichen Aufwendungen ersichtlich sein müssen. Der Arbeitgeber hat diese Unterlagen als Belege zum Lohnkonto aufzubewahren (R 9.9 Abs. 3 LStR).

 

Rz. 68

Stand: EL 104 – ET: 09/2017

Zur Bestimmung der Reisenebenkosten ab 2014 s. "Reisekosten seit 2014" Tz. 85 ff.

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