Reuber, Die Besteuerung der... / 4.1 Abzugsfähigkeit
 

Rz. 7

Stand: EL 104 – ET: 09/2017

Reisekosten, die von einem Arbeitnehmer, der bei einer steuerbegünstigten Körperschaft in einem Dienstverhältnis beschäftigt ist, durch eine Dienstreise (einer beruflich veranlassten Auswärtstätigkeit) verursacht werden, sind, soweit sie vom Arbeitgeber (steuerbegünstigte Körperschaft) nicht oder nur teilweise ersetzt werden, bei diesem unter Beachtung der gesetzlichen Vorschrift des § 9 EStG (Anhang 10) abzugsfähige Werbungskosten.

Erledigt der Arbeitnehmer im Zusammenhang mit der beruflich veranlassten Auswärtstätigkeit auch in einem mehr als geringfügigen Umfang private Angelegenheiten, sind die beruflich veranlassten von den privat veranlassten Aufwendungen zu trennen. Ist das nicht – auch nicht durch Schätzung – möglich, gehören die gesamten Aufwendungen zu den nach § 12 EStG (Anhang 10) nicht abziehbaren Aufwendungen für die Lebensführung (s. R 9.4 Abs. 1 LStR).

Die berufliche Veranlassung der Auswärtstätigkeit, die Reisedauer und den Reiseweg hat der Arbeitnehmer aufzuzeichnen und anhand geeigneter Unterlagen, z. B. Fahrtenbuch (s. R 8.1 Abs. 9 Nr. 2 Satz 3 LStR), Tankquittungen, Hotelrechnungen, Schriftverkehr, nachzuweisen oder glaubhaft zu machen (s. R 9.4 Abs. 1 Satz 6 LStR).

Das ist nur ein Ausschnitt aus dem Produkt Reuber, Die Besteuerung der Vereine. Sie wollen mehr? Dann testen Sie hier live & unverbindlich Reuber, Die Besteuerung der Vereine 30 Minuten lang und lesen Sie den gesamten Inhalt.


Meistgelesene beiträge