Reuber, Die Besteuerung der... / 3. Kosten der Unterbringung
 

Rz. 49

Stand: EL 104 – ET: 09/2017

Die Kosten der Unterbringung können in nachgewiesener Höhe als Werbungskosten geltend gemacht bzw. durch Vorlage der Einzelnachweise (Hotelrechnungen) vom Arbeitgeber steuerfrei ersetzt werden. Der Beleg muss die Anschrift des Hotels oder Gasthofes, den Namen des Übernachtenden und den bzw. die Tage enthalten, an denen übernachtet wurde. Erfolgt kein Nachweis, so kann ein Betrag i. H. v. 20 EUR durch den Arbeitgeber steuerfrei erstattet werden. Voraussetzung ist aber, dass der Arbeitnehmer die Unterkunft nicht unentgeltlich oder verbilligt/teilentgeltlich erhalten hat (R 9.7 Abs. 3 LStR).

Werden die Übernachtungskosten nachgewiesen und enthält der Zahlungsbeleg nur einen Gesamtpreis für Übernachtung und Verpflegung und lässt sich der Preis für die Verpflegung nicht feststellen, so ist der Gesamtpreis zur Ermittlung der Übernachtungskosten wie folgt zu kürzen:

  • für Frühstück um 20 %,
  • für Mittag- und Abendessen um jeweils 40 %

des für den Unterkunftsort maßgebenden Pauschbetrags für Verpflegungsmehraufwendungen bei einer Auswärtstätigkeit mit einer Abwesenheitsdauer von mindestens 24 Stunden (s. R 9.7 Abs. 1 LStR). Erfolgt eine Erstattung durch den Arbeitgeber, ist kein Abzug als Werbungskosten statthaft.

 

Rz. 50

Stand: EL 104 – ET: 09/2017

Bei ständig wechselnden auswärtigen Tätigkeitsstätten sind die Übernachtungskosten zeitlich unbegrenzt abzugsfähig, bzw. sie können von Seiten des Arbeitsgebers mit dem Pauschbetrag i. H. v. 20 EUR steuerfrei erstattet werden.

 

Rz. 51

Stand: EL 104 – ET: 09/2017

Übernachtet ein Kraftfahrer in der Schlafkabine seines Lkw, sind die Pauschalen für Übernachtungen nicht anzuwenden. Liegen Einzelnachweise nicht vor, sind die tatsächlichen Aufwendungen zu schätzen (s. H 9.7 LStH; BFH vom 28.03.2012, BStBl II 2012, 926).

 

Rz. 52

Stand: EL 104 – ET: 09/2017

Zur Bestimmung der Kosten der Unterbringung seit 2014 s. "Reisekosten seit 2014" Tz. 72 ff.

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