Reuber, Die Besteuerung der... / 2.1 Begriff "Auswärtstätigkeit"
 

Rz. 17

Stand: EL 104 – ET: 09/2017

Eine beruflich veranlasste Auswärtstätigkeit liegt vor, wenn der Arbeitnehmer vorübergehend außerhalb seiner Wohnung und an keiner seiner regelmäßigen Arbeitsstätten beruflich tätig wird (s. R 9.4 Abs. 2 LStR). Der Hauptanwendungsfall für eine Auswärtstätigkeit ist eine Dienstreise. Dieser Begriff hat seit 2008 keine rechtsbegründende Bedeutung mehr, er beschreibt nur noch eine bestimmte Ausgestaltung der Auswärtstätigkeit.

 

Rz. 18

Stand: EL 104 – ET: 09/2017

Beachte!

Eine Auswärtstätigkeit liegt auch dann vor, wenn der Arbeitnehmer bei seiner individuellen beruflichen Tätigkeit typischerweise nur

  • an ständig wechselnden Tätigkeitsstätten oder
  • auf einem Fahrzeug tätig wird.
 

Rz. 19

Stand: EL 104 – ET: 09/2017

Bei jeder Auswärtstätigkeit außerhalb der Wohnung und der regelmäßigen Arbeitsstätte handelt es sich daher um eine Dienstreise. Es ist auch ohne Bedeutung, ob sich die auswärtige Tätigkeitsstätte in einer anderen politischen Gemeinde befindet. Unerheblich ist, ob die Dienstreise von der regelmäßigen Arbeitsstätte oder von der Wohnung des Arbeitnehmers aus angetreten wird und wo sie beendet wird. Die Dienstreise beginnt, wenn die Fahrt zur auswärtigen Tätigkeitsstätte von der Wohnung oder von der regelmäßigen Arbeitsstätte angetreten wird. Sie endet, wenn der Arbeitnehmer zur Wohnung oder zur regelmäßigen Arbeitsstätte zurückkehrt (s. BFH vom 20.12.1991, BStBl II 1992, 308).

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