Reuber, Die Besteuerung der... / 1.1 Abzug als Betriebsausgaben
 

Rz. 30

Stand: EL 104 – ET: 09/2017

Die Fahrtkosten können in der nachgewiesenen Höhe abgezogen werden. Der Nachweis, dass eine Geschäftsreise durchgeführt worden ist, ist durch Vorlage der Fahrkarten, Quittungen von Reisebüros oder Tankquittungen, Hotelrechnungen, Fahrtenbücher oder in ähnlicher Weise zu führen.

 

Rz. 31

Stand: EL 104 – ET: 09/2017

Führt der Steuerpflichtige die Geschäftsreisen mit eigenen betrieblichem Kraftfahrzeug aus, so kann er die Fahrtkosten nicht in Form von Pauschbeträgen (Kilometergeld-Pauschale pro gefahrenem km) geltend machen, weil alle mit dem betrieblichen Kraftfahrzeug verbundenen Kosten Betriebsausgaben darstellen.

 

Rz. 32

Stand: EL 104 – ET: 09/2017

Führt der Steuerpflichtige die Geschäftsreise mit seinem privaten Personenkraftwagen aus, so können die Aufwendungen

  • per Einzelnachweis nach der Berechnungsmethode für den Kilometersatz aus den jährlichen Gesamtkosten (jährliche Gesamtkosten = Betriebsstoffkosten, Wartungs- und Reparaturkosten, Garage am Wohnort, Kfz-Steuer, Halterhaftpflicht und Fahrzeugversicherungen, AfA).

    Die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer für einen Pkw oder Kombi beträgt sechs Jahre. Bei höherer Fahrleistung oder bei Altfahrzeugen ggf. kürzerer Zeitraum.

  • durch Inanspruchnahme der Kilometersätze (s. nachfolgende Tabelle; s. H 9.5 LStH)

der Höhe nach als Betriebsausgaben berücksichtigt werden (R 9.5 Abs. 1 EStR i. V. m. H 9.5 LStH "Pauschale Kilometersätze").

 
Beförderungsmittel 01.01.2002 bis 31.12.2013
Kraftwagen 0,30 EUR je Fahrtkilometer
Motorrad/Motorroller 0,13 EUR je Fahrtkilometer
Moped/Mofa 0,08 EUR je Fahrtkilometer
Fahrrad 0,05 EUR je Fahrtkilometer

Für jede Person, die bei einer Dienstreise mitgenommen wird, erhöht sich der Kilometersatz von 0,30 EUR um 0,02 EUR und der Kilometersatz von 0,13 EUR um 0,01 EUR.

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