Reuber, Die Besteuerung der... / 5. Widerruf des Verzichts
 

Tz. 15

Stand: EL 115 – ET: 03/2020

Der Widerruf kann frühestens nach Ablauf der Fünfjahresfrist erfolgen. Die Optionserklärung muss dann mit Wirkung vom Beginn eines Kalenderjahres an widerrufen werden (§ 19 Abs. 2 Satz 3 UStG, Anhang 5). Die Widerrufserklärung ist spätestens bis zur Unanfechtbarkeit der Steuerfestsetzung des Kalenderjahres, für das es gelten soll, abzugeben (§ 19 Abs. 2 Satz 4 UStG, Anhang 5). Ferner dürfen die Umsatzgrenzen des § 19 Abs. 1 Satz 1 UStG (Anhang 5) nicht überschritten sein bzw. voraussichtlich nicht überschritten werden.

 

Tz. 16

Stand: EL 115 – ET: 03/2020

Wird der Verzicht auf § 19 Abs. 1 UStG (Anhang 5) widerrufen, ist künftig § 19 Abs. 1 UStG (Anhang 5) anzuwenden. Umsatzsteuerbeträge dürfen vom Verein als Unternehmer dann nicht mehr offen ausgewiesen werden und jeglicher Vorsteuerabzug ist ausgeschlossen.

Beachte!

 

Tz. 17

Stand: EL 115 – ET: 03/2020

Im Fall des Widerrufs kann der Verein als Unternehmer die Rechnungen, in denen er die Umsatzsteuer offen ausgewiesen hat, in entsprechender Anwendung des § 14c Abs. 1 Satz 2 UStG (Anhang 5) berichtigen.

Literatur:

Weidlich, Organisationshandbuch für Vereine, Loseblattwerk, Stuttgart.

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