Reuber, Die Besteuerung der Vereine, Opernsänger

Stand: EL 113 – ET: 09/2019

Ein Opernsänger, der im Rahmen sog. Gastspielverträge an Opernbühnen auftritt und hinsichtlich des Inhalts und weitgehend des Orts und der Zeit seiner Tätigkeit nicht an Weisungen der Bühnenleitung gebunden ist, ist umsatzsteuerlich Unternehmer (s. BFH vom 09.08.1990, AZ: VR 115/85 (n. v.)). Nach diesen Urteilsgrundsätzen ist in solchen Fallgestaltungen der Opernsänger einkommensteuerlich nicht Angestellter (kein Lohnsteuerabzug), sondern erzielt selbständige (freiberufliche) Einkünfte. Der Künstler als auch der Veranstalter muss im Rahmen der Vertragsgestaltung dieser Steuerrechtslage Rechnung tragen. Wenn der Opernsänger nicht in Deutschland ansässig ist, ist für den Veranstalter zudem ein etwaiger Quellensteuereinbehalt zu beachten (s. "Beschränkte Steuerpflicht bei künstlerischen, sportlichen, artistischen und ähnlichen Darbietungen").

Das ist nur ein Ausschnitt aus dem Produkt Reuber, Die Besteuerung der Vereine. Sie wollen mehr? Dann testen Sie hier live & unverbindlich Reuber, Die Besteuerung der Vereine 30 Minuten lang und lesen Sie den gesamten Inhalt.


Meistgelesene beiträge