Reuber, Die Besteuerung der Vereine, Nenngelder

Stand: EL 109 – ET: 11/2018

Nenngelder bzw. Meldegelder, die anlässlich von Turnieren von den aktiven Teilnehmern zu entrichten sind, stellen Einnahmen im Zweckbetrieb sportliche Veranstaltung i. S. d. § 67a AO dar. Zu berücksichtigen ist die Zweckbetriebsgrenze, d. h. Bruttoeinnahmen bis zu 45 000 EUR. Ggf. ist von der Möglichkeit der Option (s. § 64 Abs. 2 und 3 AO, Anhang 1b) Gebrauch zu machen.

Für Zwecke der Umsatzsteuer fallen die Nenngelder unter die Steuerbefreiungsvorschrift des § 4 Nr. 22 Buchst. b UStG (Anhang 5). Vorsteuerbeträge können nicht zum Abzug zugelassen werden, weil der Vorsteuerausschluss nach § 15 Abs. 2 UStG (Anhang 5) greift. Nenngelder, die für die Teilnahme an Pferderennen gezahlt werden, fallen nicht unter die Befreiungsvorschrift des § 4 Nr. 22 Buchst. b UStG (Anhang 5), weil es sich nicht um Sportveranstaltungen, sondern um Leistungsprüfungen handelt. Es kommt für Zwecke der Umsatzsteuer der Steuersatz von 7 % oder 19 % in Betracht.

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