Reuber, Die Besteuerung der... / VII. Wie sind die Musiker steuerlich zu behandeln?
 

Rz. 21

Stand: EL 104 – ET: 09/2017

Werden die Musiker für den Verein tätig, liegt das Tätigwerden entweder im Rahmen ihrer Mitgliedschaft des Vereins oder der Verein (Arbeitgeber) beschäftigt sie im Rahmen eines Dienstverhältnisses als Arbeitnehmer. Die Entscheidung, ob ein Dienstverhältnis vorliegt, ist nach den gesetzlichen Bestimmungen der Lohnsteuerdurchführungsverordnung zu treffen. Maßgebende gesetzliche Vorschrift ist § 1 LStDV (Anhang 8). Liegt danach ein Dienstverhältnis vor, muss der Musiker (Arbeitnehmer) dem Verein seine Lohnsteuerabzugsmerkmale mitzuteilen. Der Verein als Arbeitgeber ist verpflichtet, den Lohn-, Lohnkirchensteuerabzug, den Abzug des Solidaritätszuschlags und der Sozialabgaben vorzunehmen. Besteht bei dem Musiker außerdem ein Dienstverhältnis im Hauptberuf, ist ggf. Lohnsteuerklasse VI einschlägig.

 

Rz. 22

Stand: EL 104 – ET: 09/2017

Der Verein als Arbeitgeber kann die Musiker auch im Rahmen von geringfügigen Beschäftigungsverhältnissen anstellen. Werden geringfügig Beschäftigte beim Verein angestellt, hat dieser als Arbeitgeber Pauschalabgaben an die Bundesknappschaft zu entrichten.

Die Deutsche Rentenversicherung Knappschaft-Bahn-See hält im Internet unter https://www.minijob-zentrale.de/SiteGlobals/Forms/Minijob-Rechner/Minijob_Rechner_2017_formular.html ein Berechnungs-Tool bereit, um die jeweils aktuelle Abgabenlast berechnen zu können.

Zu Einzelheiten der geringfügigen Beschäftigungsverhältnisse s. "Aushilfskräfte".

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