Reuber, Die Besteuerung der... / 2. Selbständigkeit
 

Rz. 11

Stand: EL 104 – ET: 09/2017

Sind die Musiker nicht Arbeitnehmer, unterliegen die von den Veranstaltern gezahlten Vergütungen nicht dem Lohnsteuerabzug. Sozialversicherungsbeiträge fallen ebenfalls nicht an. Es handelt sich in derartigen Fällen um Einnahmen aus einer freiberuflichen oder gewerblichen Tätigkeit. Allerdings muss der Veranstalter (der Verein) beachten, dass bei ggf. auslandsansässigen Musikern Quellensteuer einzubehalten und durch den Veranstalter abzuführen ist und der Verein auch für abzuführende Umsatzsteuer haftbar gemacht werden kann. Bei auslandsansässigen Künstlern ist in besonderer Weise auf eine ordnungsgemäße Rechnungstellung und eine saubere vertragliche Formulierung (auch zur Frage der Umsatzsteuer und eines Quellensteuereinbehalts) zu achten. Der Gewinn bzw. der Verlust ist dann entweder durch Gegenüberstellung der Betriebseinnahmen und der getätigten Betriebsausgaben oder durch Bilanzierung zu ermitteln. Die an der Musikkapelle beteiligten Musiker, sofern sie in Deutschland ansässig sind, haben dem zuständigen Finanzamt eine Einkommensteuererklärung einzureichen und den Gewinn aus der Musikertätigkeit als Einkünfte aus Selbständigkeit oder aus Gewerbebetrieb anzugeben.

 

Rz. 12

Stand: EL 104 – ET: 09/2017

Eine gewerbliche Tätigkeit ist nur dann gegeben, wenn diese nicht künstlerisch ausgeübt wird (s. BFH vom 19.08.1982, BStBl II 1983, 7). Zur Abgrenzungsproblematik s. "Musiker" Tz. 3 ff.

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