Reuber, Die Besteuerung der... / 2.6 Einkünfteermittlung bei Steuerbegünstigung (Einkünfte aus Gewerbebetrieb)
 

Tz. 98

Stand: EL 102 – ET: 04/2017

Der Verein hat die Einkünfte aus seinen gewerblichen Betätigungen (gesellige Veranstaltungen und Vereinsgaststätte) zulässigerweise durch Gegenüberstellung der Betriebseinnahmen und Betriebsausgaben (Einnahme-Überschussrechnung nach § 4 Abs. 3 EStG, s. Anhang 10) ermittelt. Die ermittelten Gewinne sind auch der Besteuerung zugrunde zu legen, weil die Besteuerungsfreigrenze nach § 64 Abs. 3 AO (s. Anhang 1b) i. H. v. 35 000 EUR überschritten ist. Die Bruttoeinnahmen betragen lt. Sachverhalt:

 
Gesellige Veranstaltungen 12 700 EUR
+ Vereinsgaststätte  23 500 EUR
Summe  35 700 EUR

und sind höher als 35 000 EUR. Der Gewinn ist aber für steuerliche Zwecke wie folgt zu berichtigen:

 
Gewinn aus geselligen Veranstaltungen (Betrieb I)   8 500 EUR
+ Gewinn aus Vereinsgaststätte
(Betrieb II)
7 000 EUR  
+ Hinzurechnungen der Körperschaftsteuer und des Solidaritätszuschlags i. S. v. § 10 Nr. 2 KStG, weil bisher keine erfolgsneutrale Behandlung erfolgt ist (die Beträge wurden als Betriebsausgaben beim wirtschaftlichen Geschäftsbetrieb "Vereinsgaststätte" in Abzug gebracht; s. Tz. 83 am Ende): Körperschaftsteuer/Solidaritätszuschlag  2 300 EUR  9 300 EUR
Berichtigter Gewinn = Gesamtgewinn    17 800 EUR

Hinweis:

Die Gewerbesteuer ist nach § 4 Abs. 5 Nr. 8 EStG ebenfalls dem Gewinn zuzurechnen.

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