Reuber, Die Besteuerung der... / 3. Veranlagungsverfahren
 

Tz. 12

Stand: EL 111 – ET: 04/2019

Den zuständigen Gemeinden obliegt die Festsetzung und Erhebung der Grundsteuer. Grundlage für die festzusetzende Grundsteuer bildet der vom Finanzamt festgesetzte Grundsteuermessbetrag. Die Höhe der Grundsteuer ergibt sich durch Anwendung des jeweilig gültigen Hebesatzes der Gemeinde auf den festgesetzten Grundsteuermessbetrag. Die Festsetzung der Grundsteuer wird grundsätzlich für das Kalenderjahr vorgenommen (Festsetzung einer Jahressteuerschuld).

 

Tz. 13

Stand: EL 111 – ET: 04/2019

Erhoben wird die Grundsteuer in vierteljährlichen Teilbeträgen (Vorauszahlungen), die am 15.02., 15.05., 15.08. und 15.11. fällig sind.

 

Beispiel:

Der steuerpflichtige B-Verein e. V. unterhält in der Gemeinde C auf eigenem Grundbesitz eine Vereinsgaststätte. Mangels Befreiung nach § 3 Abs. 1 Nr. 3 Buchst. b GrStG, unterliegt das Grundstück mit der Vereinsgaststätte der Grundsteuer.

Daher hat das Finanzamt A für das Grundstück mit der Vereinsgaststätte des Vereins B e. V. einen Einheitswert i. H. v. 30 000 EUR festgestellt. Der Hebesatz der Gemeinde C beträgt 300 %.

Ergebnis:

Auf den festgestellten Einheitswert ist nach § 15 GrStG die Steuermesszahl anzuwenden. Die Höhe der Grundsteuer ergibt sich durch Anwendung des Hebesatzes der Gemeinde C auf den festgesetzten Grundsteuermessbetrag.

Es ergibt sich folgende Grundsteuer:

 
Einheitswert der Vereinsgaststätte 30 000 EUR
× Steuermesszahl – 3,5 ‰ = 105 EUR
= Grundsteuermessbetrag
× Hebesatz – 300 %
 
= Grundsteuer 315 EUR

Die Jahressteuerschuld ist pro Kalenderjahr in vier Teilbeträgen zu je 78,75 EUR am 15.02., 15.05., 15.08., 15.11. fällig und an die hebeberechtigte Gemeinde C zu entrichten.

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