Reuber, Die Besteuerung der... / 1.1 Höhe der Beiträge
 

Tz. 4

Stand: EL 117 – ET: 06/2020

Die Finanzverwaltung hat daher im AEAO (AEAO 1.1 zu § 52 AO; Anhang 2) festgelegt, dass bei Vereinen, deren Tätigkeit in erster Linie den Mitgliedern zugutekommt, eine Förderung der Allgemeinheit dann noch gegeben ist, wenn

  • die Mitgliedsbeiträge und Mitgliedsumlagen zusammen im Durchschnitt 1.023 EUR je Mitglied und Jahr und
  • die Aufnahmegebühren für die im Jahr aufgenommenen Mitglieder im Durchschnitt 1.534 EUR nicht übersteigen.

Hierbei zählen zu den Aufnahmegebühren und Mitgliedsbeiträgen Geld und geldwerte Leistungen, die ein Mitglied aufwenden muss, um in den Verein aufgenommen zu werden bzw. in ihm verbleiben zu können.

Von den Mitgliedern zu erhebende Umlagen (Ausnahme: Investitionsumlage) sind bei der Berechnung der durchschnittlichen Aufnahmegebühren oder Mitgliedsbeiträgen zu berücksichtigen. Weiter ist zu berücksichtigen, dass Firmenmitgliedschaften nicht zu berücksichtigen sind, weil sich hier die Frage der Ausgrenzung der Allgemeinheit durch finanzielle Zugangsschranken nicht stellt (Alber a. a. O.).

Zu den zu berücksichtigenden Beträgen gehören:

  • Spielgeldvorauszahlungen,
  • Zusatzentgelte, die zum Beispiel unter der Bezeichnung "Jahresplatzbenutzungsgebühren" zu entrichten sind sowie
  • nachzuentrichtende Aufnahmegebühren bei Jugendlichen, bei Vollendung einer Altersgrenze.

Nicht einzubeziehen sind

  • Darlehen,
  • Investitionsumlagen,
  • Mitgliedsbeiträge auswärtiger Mitglieder.

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