Reuber, Die Besteuerung der... / 2.4.2 Herabsetzung der Vorauszahlungen 2019
 

Tz. 16

Stand: EL 119 – ET: 11/2020

Aufgrund des durch das Zweite Corona-Steuerhilfegesetz eingeführten § 110 EStG kann auf Antrag für die Festsetzung der Vorauszahlungen ein pauschaler Abschlag von 30 % des bei der Festsetzung zugrunde gelegten Gesamtbetrags der Einkünfte (ohne die darin enthaltenen Einkünfte aus nichtselbständiger Arbeit nach § 19 EStG) erfolgen. Damit erfolgt bereits bei der Festsetzung der Vorauszahlungen ein fiktiver Verlustabzug.

Kann ein Steuerpflichtiger nachweisen, dass er in 2020 voraussichtlich einen höheren Verlust – als den pauschal ermittelten – erzielen wird, kann dieser für die Bemessung der Vorauszahlungen berücksichtigt werden.

Voraussetzung für den Ansatz eines pauschalierten/nachgewiesenen Herabsetzungsbetrags bei der Festsetzung der Vorauszahlungen 2019 ist, dass die Vorauszahlungen 2020 0 EUR betragen/auf 0 EUR herabgesetzt wurden.

Der im Rahmen des Antrags nach § 110 EStG angesetzte Minderungsbetrag darf jedoch den maximal möglichen Verlustabzug von 5 Mio. EUR bzw. 10 Mio. EUR bei einer Zusammenveranlagung nicht überschreiten.

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